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Die Giftküche der Kosmetikindustrie

Eigentlich müsste auf den Packungen der Industriekosmetik draufstehen: „Für Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte die Packungsbeilage…“ Konventionelle Kosmetik besteht meistens aus billigen, minderwertigen Inhaltsstoffen und sogar ziemlich bedenklichen Substanzen. Möglichst billig produzierte Ware mit Risiko-Chemikalien hübsch zu verpacken und zu möglichst teuren Preisen zu verkaufen, ist hier das Motto. Laufend wirft die Kosmetikindustrie neue Produkte, Cremes und Wässerchen auf den Markt, die angeblich besser, effektiver und ganz einmalig sind. Aber dient all das in Wirklichkeit nicht nur dem Profitstreben der Firmen?
Chemielabor Flüssigkeiten Reagenzglas

In konventionelle Kosmetik werden standardmäßig bedenkliche Inhaltsstoffe gemischt (Foto: Pxhere, CC0)

Gefährliche Illusionen rund um Faltencremes und Co.

Die Werbung suggeriert uns oft, dass mit einer Creme Falten vorgebeugt werden kann und vorhandene Fältchen verschwinden. Nun, dies ist grundlegend falsch. Jede Haut altert. Dieser natürliche Prozess ist nicht aufzuhalten und gehört zum Leben dazu. Je nach Lebenswandel (Ernährung, Sport, frische Luft und Sonne, ausreichend Schlaf oder Rauchen und zuviel Alkohol) geht dieser Prozess schneller oder langsamer vonstatten. Aber er findet jedenfalls statt. Alles was wir tun können, ist, den Alterungsprozess durch einen gesunden Lebenswandel und pflegende Naturkosmetik zu verlangsamen. Mehr nicht. Weiters ist nur mehr „Altern in Würde“ angesagt.

Methoden der Täuschung in der konventionellen Kosmetikbranche

  • Die Haut wird mit speziellen Giftstoffen aufgedunsen, Fältchen werden dadurch gemildert.
  • Silikonöle in der Creme sorgen für das samtige Gefühl.
  • Pigmente reflektieren das Licht um die Illusion einer schönen Haut aufrecht zu erhalten.
  • Damit aggressive Stoffe nicht durch ein unangenehmes Gefühl (oder gar Schmerzen) auf der Haut spürbar sind, können Produkten Betäubungsmittel zugesetzt sein, die die Haut unempfindlich machen.
  • Die enthaltenen Paraffine verstopfen die Poren, der natürliche Schweiß kann nicht abfließen und staut sich unter der Wachsschicht.
  • Nebenbei schleusen noch künstliche Emulgatoren bedenkliche Inhaltsstoffe in den Körper.
  • Alumiumsalze in Deodorants, die als Antitranspirantien das Schwitzen unterbinden, dadurch aber dem Körper an einer sehr sensiblen und aufnahmefähigen Stelle – den Achseln – gesundheitlich äußerst bedenkliche Substanzen zuführen.
  • Aggressive Tenside sind besonders oft in Haarshampoos enthalten.
  • Das kaputte, trockene und splissige Haar muss dann natürlich mit einem Balsam, der Silikon enthält, „gepflegt“ werden. Das Silikon pflegt aber nicht, sondern legt sich wie ein Film um das Haar und vermittelt so nur die Illusion eines glatten gesunden Haares. Bei der nächsten Haarwäsche beginnt der Kreislauf wieder von Neuem.

Und das sind nur einige Beispiele…

Hand von Baby und Papa

Nur beste Rohstoffe sollten auf Babys Haut, aber auch auf jene der Erwachsenen (Foto: Pxhere, CC0)

Weniger ist mehr

Mit Pflege und Schönheit haben die Produkte der konventionellen Kosmetikindustrie also wenig zu tun, mit Gesundheit schon gar nicht. Ganz im Gegenteil – die bedenklichen Stoffe belasten und schädigen die Haut, werden über sie aufgenommen und im ganzen Körper verteilt. Schwangere können diese Giftstoffe sogar an das Ungeborene weitergeben (so ist u.a. vom Haarefärben mit konventionellen Mitteln in der Schwangerschaft stark abzuraten).

Der Teufelskreis schließt sich: Haut und Haare werden immer trockener und empfindlicher, Konsumentin und Konsument kaufen noch mehr Kosmetikprodukte, in der Hoffnung, dass diese helfen. Doch diese helfen nicht, sondern erhöhen nur die Abhängigkeit.

Dabei ist das Rezept so einfach: Konsequent umsteigen auf Bio- und Naturkosmetik und wenige, qualtitativ hochwertige Produkte verwenden. Das reicht. Der Rest sind Marketing-Schmähs und Profitstreben der Kosmetikbranche. Näheres dazu findest du in unserem Artikel „Werbung und Wirklichkeit“.

Buchtipps und Links

  • „Alles klar mit Haut und Haar“ von Susanne Kehrbusch, Emu-Verlag, ISBN: 978-3891890837 www.emu-verlag.de
  • „Schönheit braucht keine Zusätze: Geheimnisse der chemiefreien Pflege“ von Victoria Rust, ISBN:978-1523663453
  • codecheck.info Auf dieser Plattform kann man nach konkreten Produkten oder Herstellern suchen, aber auch Inhaltsstoffe in das Suchkästchen eingeben. Diese werden – so erfasst – bewertet. Teilweise noch unvollständig.
  • nokomis.at Nützliche Infos rund um bedenkliche Stoffe in der Kosmetik, inklusive Schadstoff-Tabelle.

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