Infothek Tipp

Unsere “Geheimtipps” für einen sauberen Haushalt

Rotwein Fleck
Bei Textilien kann es immer wieder hartnäckige Flecken geben, die bei der normalen Wäsche nicht rausgehen. Kein Grund zu aggressiven Mitteln zu greifen. Ob Sauerstoffbleiche oder Waschsoda, ob Wiener Kalk, Essig oder Zitronensäure – für alle Herausforderungen des Haushalts gibt es natürliche und wirksame Hilfsmittel. In der Tat: Gegen jeden Fleck gibt es ein Rezept.
Rotwein Fleck

Ein Fleck – kein Schreck! (Foto: Pixabay, Security)

Wäscheflecken aller Art 

Unser Tipp: mit dem Fleckengel (von Ulrich oder Sodasan) vorbehandeln. Das Textil nass machen, das Gel mit dem integriertem Bürstchen auftragen und in die Stofffasern hineinarbeiten. Einwirken lassen. Bei Bedarf den Vorgang wiederholen und anschließend in der Maschine mitwaschen. Bei Blutflecken sollten die Textilien übrigens zuerstt und so bald wie möglich in kaltes Wasser eingeweicht werden. Das reicht völlig. Beim nächsten Waschgang ist der Fleck in der Regel weg.

Weißwäsche, nicht Grauwäsche

Bei den meisten von uns empfohlenen ökologischen Waschmitteln ist das Bleichmittel für Weißwäsche nicht zugesetzt, weil es sinnvoller und umweltfreundlicher ist, es nur bei Bedarf, nämlich wenn man Weißwäsche wäscht, zu verwenden. (Ausnahmen: Die Vollwaschmittel von AlmaWin und Franzi‘s Waschnuss-Waschpulver für weiße Wäsche haben die Sauerstoffbleiche bereits zugesetzt). Die sogenannte Sauerstoffbleiche (Natriumpercarbonat) zerfällt in Verbindung mit Wasser und Wärme in Soda, Wasser und reinen keimtötenden und bleichenden Sauerstoff. Die ökologischen Reinigungsmarken haben Sauerstoffbleiche immer im Sortiment. Sie können aber Natriumpercarbonat auch direkt bei spezialisierten Großdrogerien kaufen.

… in der Trommel

Damit weiße Wäsche dauerhaft weiß bleibt einfach 2-3 EL Sauerstoffbleiche in die Trommel geben. Bei hartnäckigen Verfärbungen empfiehlt es sich die Waschmaschine nach ein paar Minuten Laufzeit auszuschalten und die Wäsche somit zusätzlich einzuweichen. Nach der gewünschten Einwirkzeit die Maschine wieder anschalten und den Waschvorgang fortsetzen.

 

Essig

Essig – Wundermittel gegen Kalk oder auch als Weichspüler-Ersatz (Foto: Pixabay, evitaochel)

Kalk…

… in der Badewanne

Kalkränder in der Badewanne und ähnlichen Bereichen können mit EMA (Effektive Mikroorganismen) entfernt werden: EMA pur auftragen, einwirken lassen und mit Mikrofasertuch wegrubbeln. Mit ein paar Esslöffeln EMA über nacht ins WC geleert, wird auch der WC-Abfluss wieder schön weiß. Bei hartnäckigen Anhaftungen können Sie über nacht auch eine gehörige Menge Essig seine Wirkung entfallten lassen oder auch 3 EL Sauerstoffbleiche. Ideal zum Scheuern der Badewanne ist übrigens auch Wiener Kalk.

… in Wasserkochern

Einfach Essig ins Wasser geben und ein paar Stunden einwirken lassen.

… in Kaffeemaschinen

2 EL Zitronensäurepulver (Supermarkt, Drogerie) in einem Liter Wasser auflösen, in den Wassertank füllen und halb durchlaufen lassen, abschalten. Nach frühestens einer Stunde wieder einschalten, gründlich mit Wasser nachspülen.

… im WC-Spülkasten

EM-Keramik (35 mm Pipe) zur Vorbeugung in den Spülkästen. Eine Einmalinvestition,die den Spülkasten dauerhaft kalkfrei hält. (Details im Artikel “Meine Mitbewohner: Effektive Mikroorganismen”)

… in Waschmaschine und Geschirrspüler

Pipes Wash (in Stoff eingenähte EM-Pipes, siehe effektive Mikroorganismen) immer in der Waschtrommel mitwaschen bzw. EM-Keramik (35 mm Pipe) in den Besteckkorb des Geschirrspülers geben. Oder verwenden Sie für beide Geräte einen magnetischen Antikalk-Ball. Durch die magnetische Wirkung des Balls kristallisiert der Kalk zu kleinen Plättchen und wird mit dem Spülwasser einfach wegspült. Der Kalk kann sich so nicht mehr an den Oberflächen der Geräte ablagern. Auch die regelmäßige Zugabe von Essig ins Weichspülerfach unterstützt die Anti-Kalkwirkung.

Duft fürs WC

Statt der schädlichen WC-Steine, Spülkastenwürfel u.ä. kann auch ein Edelstahl-Geruchskiller verwenden (etwa von Zielonka bei www.vivanda.at). In Verbindung mit Sauerstoff und Wasser neutralisiert die spezielle Metalllegierung schlechte Gerüche. Es hat eine spezielle Vorrichtung, um es unter den Toilettenrand zu hängen. Hält ewig und belastet die Umwelt nicht. Genauso gut funktionieren übrigens die Metall- “Seifen” von Zielonka bei Händen, die nach Zwiebeln riechen.

Nehmen Sie von einem Spaziergang ein Stück Holz mit und stellen es auf den Spülkasten, daneben ein Fläschen mit ätherischem Öl (kbA). Bei Bedarf ein paar Tropfen aufs Holz geben und ein zarter Duft liegt in der Luft.

Als Standard-Utensil sollte in jeder Toilette eine Streichholzschachtel bereitliegen. In akuten Geruchssituationen einfach ein Streichholz entzünden und ausblasen. Das wirkt besser als jeder umwelt- und gesundheitsschädliche WC-Duftspray.

Abfluss

Gegen Verstopfungen besser mechanisch vorgehen, nicht chemisch. (Foto: Pixabay, Sernevent)

Verstopfungen

Am besten es kommt gar nicht dazu. Abflüsse rein halten. In Bad und Küche feine Edelstahl-Abflusssiebe verwenden, die Haare bzw. Küchenabfälle auffangen und nicht in die Abflussrohre schwemmen lassen. Wenn es eine Verstopfung gibt: Sofort mit der Saugglocke pumpen, in den meisten Fällen reicht das aus. Ist die Verstopfung stärker, dann kann mit einer langen Drahtwinde (Rohrspirale) aus dem Baumarkt durchgeputzt werden: Das machen auch die Profis so. Auf keinen Fall chemische Abflussreiniger verwenden.

Angebrannte Töpfe

Bei wirklich hartnäckigen Fällen kann es vorkommen, dass auch stundenlanges Einweichen in Wasser und Spülmittel nicht hilft. Keine Problem! Hier ist Waschsoda angesagt. Einfach 1-2 EL Waschsoda in den Topf geben, mit etwas Wasser aufgießen, erhitzen und ein paar Minuten simmern lassen. Danach abkühlen und das Angebrannte verschwindet fast von alleine, harnäckige Reste können nun mit einer Stahlwolle leicht entfernt werden.

Glanz erwünscht

Ein Geheimtipp unserer Großmütter und auch von Handwerkern ist Wiener Kalk. Ein Putz- und Poliermittel, das bei Edelstahl, Silber, Messing, Glas, Ceranfeld, Keramik, lackierten Flächen, Kunststoff etc. seine phantastische Wirkung entfaltet, und das absolut umweltfreundlich. Mit feuchtem Tuch auftragen, die verschmutzten Gegenstände abreiben, mit klarem Wasser abspülen und mit trockenem Tuch nachpolieren.

Hilfreiche Websites

Die Internetseiten der von uns empfohlenen Reinigungsmarken enthalten nicht nur interessante Informationen zur Unternehmensphilosophie und den Produkten, sondern auch viele hilfreiche Tipps und Hinweise zum Waschen, Putzen und Reinigen. Außerdem werden oft die Inhaltsstoffe genau erläutert oder es findet sich ein Fleckenlexikon mit Anleitungen für die verschiedenen Fleckenarten.

  • Eine wahre Internet-Enzyklopädie für umweltfreundliche Haushaltstipps ist die Seite smarticular.net
  • Weitere Tipps mit einfachen und natürlichen Haushaltsstipps finden Sie hier: www.einfach-natuerlich.de
  • Und eine Broschüre mit interessanten Tipps rund um den Haushalt können Sie auch auf der Homepage der Umweltberatung herunterladen: www.umweltberatung.at

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