Infothek Tipp

Werbung und Wirklichkeit

Auch wenn die Werbung immer suggeriert, dass man für alles und jedes ein neues Wässerchen und eine Creme braucht, ist das Gegenteil der Fall! Eine milde Reinigung und die richtige Feuchtigkeitscreme reichen völlig aus. Der Haut ist es oft auch egal, ob Tag oder Nacht ist, die richtige Creme muss einfach auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sein. Und nichts reinigt Gesicht, Haare, Körper und Seele besser als eine gute, kalt gerührte Seife aus nativen Biopflanzenölen, beduftet mit ätherischen Ölen…
Drogeriemarkt

Typisch für eine Überflussgesellschaft: Vieles ist überflüssig! (Foto: Wikimedia Commons, Lars Frantzen, CC BY-SA 4.0)

Weniger ist mehr

Die “normale” (bio- oder naturkosmetische) Feuchtigkeitscreme kann man ruhig auch für die Augen verwenden. Wenn die Haut richtig versorgt wird, kann sich sogar “Problemhaut” wieder regenerieren und strahlen. Auch fürs Dekollete braucht es meist nicht eine sündteure Creme, sondern einfach eine reichhaltige Feuchtigkeitspflege. Wenn man sich ansieht, was die Kosmetikbranche so auf den Markt bringt, würden wir sagen, dass 90% Marketingprodukte sind, aber keinesfalls notwendig.

Mit ein bisschen Geduld und liebevoller natürlicher Pflege wird jede Haut und jedes Haar wieder aufblühen! Übrigens: für wunderschöne, glänzende Haare gibt es neben einem milden Shampoo ein “Geheim”rezept: Morgens 100 Bürstenstriche reichen aus, um die Haare gesund zu halten. Wer möchte, gibt noch ein bisschen Sheabutter oder Olivenöl in die Spitzen.

Der Zwang zu immer Neuem

Aber ohne Unterlass produziert die Kosmetikindustrie immer neue Produkte mit neuen Wirkstoffen und damit neue Rechtfertigungsgründe für neue Tierversuche. Wozu? Und wenn man noch tausend Jahre forscht: Es wird keine Creme geben, die verhindert, dass man älter wird und Falten bekommt. Man kann die Haut nähren, das Altern etwas verzögern, oder sagen wir besser, das Alter verschönern. Aber wer 40 ist, ist 40 und auch eine 55-jährige Frau ist und bleibt 55. Was sie tun kann ist: schön zu altern. Mit einem lachenden Herzen, mit einer Freude fürs Leben und mit einem guten Gewissen auch den Tieren gegenüber. Unterstützend wirken ein paar wenige natürliche Kosmetikprodukte aber in jedem Fall.

Übrigens: die nährenden, verschönernden Inhaltsstoffe sind allesamt bekannt. Genauso wie es bekannt ist, welche Pflanzen essbar sind, ist auch bekannt, welche Stoffe der Haut gut tun. So einfach ist das, der Rest ist Werbe-Schmäh.

Ein Hohelied auf die Bioseife

Auf die kaltgerührte Bioseife wohlgemerkt. Wir empfehlen naturlich nicht Industrieseifen, die unter anderem Fette von geschlachteten Tieren enthalten. Wir empfehlen kaltgerührte Bioseifen, die ausschließlich wertvolle Pflanzenöle wie Oliven- oder Kokosöl und pflegende Zusätze wie Kräuter enthalten. Sie werden nach alter Seifentradition händisch erzeugt und auch von Hand schnitten. Gegenüber einem Duschgel hat die Seife einige entscheidende Vorteile: Sie braucht keinen Zusatz von Tensiden (waschaktiven Substanzen), mögen diese noch so mild sein. Sie trocknet deshalb die Haut nicht aus. Auch aufgrund eines weiteren Umstands trocknet sie die Haut nicht aus: Kaltgerührte Bioseifen enthalten wie gesagt jede Menge Pflanzenöle, in der Fachsprache heißt das, sie sind überfettet. Wer einmal auf Bioseifen umgestiegen ist, wird nicht mehr zum Duschgel greifen wollen. Last but not least gibt es noch eine Vorteil: Seifen bedeuten nahezu Zero-Waste. Sie benötigen keine aufwendige Plastikverpackung, es reicht völlig sie in Papier einzuschlagen oder wie bei manchen Herstellern in Karton zu verpacken. Einige der empfehlenswerten Seifenhersteller sind unsere Rabattpartner Alles Seife, Sevie natural skincare, Kräuterhof Hochreiter sowie Lederhaas, NN Bioseifen, ReinSeiferei, Hautsinn, Manna. Erhältlich sind kaltgerührte Bioseifen auch bei unserem Rabattpartner Sonnengrün (Verpackungsfrei-Drogerie) und in weiteren Verpackungsfrei-Läden.

Alle Seifenhersteller bieten auch Haarseifen an, diese sind dann meist weniger überfettet und verschiedene Sorten erfüllen die unterschiedlichen Bedürfnisse. Auch spezielle, gut schäumende Rasierseifen gibt es bei obigen Herstellern, Manna liefert dazu sogar einen veganen Rasierpinsel :-) Und noch ein Tipp für Damen: Wer lediglich seine Achseln rasiert, kommt auch mit der normalen Bioseife aus, da diese ausreichend pflegend ist. Einfach einseifen und rasieren. Da braucht es etwa keinen eigenen Rasierschaum aus der Dose… Bei größeren Flächen empfehlen sich die genannten Rasierseifen.

Weitere interessante Infos rund um Seifen und die Seifenherstellung gibt es in unserem Blogartikel “Pflanzliche Bioseifen – und die Haut atmet auf”.

Kaltgerührte Bioseifen

Kaltgerührte Bioseifen – für Körper und Haare (Foto: animal.fair)

Aller Anfang ist ungewohnt

Wer von konventioneller Industriekosmetik auf Naturkosmetik umsteigt, wird am Anfang einen deutlichen Unterschied in der Textur und dem Verhalten der Kosmetik auf der Haut wahrnehmen. Echte Bioöle fühlen sich eben ganz anders an als Silikon oder Erdöl. Und auch Ihr Geruch ist anders – sanfter, natürlicher, weniger aufdringlich. Auch die Haut wird eine gewisse Zeit brauchen, um sich umzustellen aber sie wird aufblühen und das Ergebnis wird es auf jeden Fall wert sein.

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