Rezept(e) des Monats: Weihnachtsmenü von Lea Green

Bald ist es soweit: Der Weihnachtsabend naht mit Riesenschritten und damit die Frage, mit welchem Menü ihr eure Liebsten überraschen könnt. Dem Fest der Liebe und des Friedens gebührend, soll es natürlich ohne Tierleid auf den Tellern auskommen. Die bekannte Foodbloggerin Lea Green hat für animal.fair ein dreigängiges Weihnachtsmenü zusammengestellt – festlich, köstlich und natürlich vegan!

Zitronenrisotto mit Feldsalat-Pesto (Foto: © Lea Green)

Vorspeise: 
Ein kleines Zitronenrisotto mit Feldsalat-Pesto

Zutaten

Für das Risotto (4 Vorspeise-Portionen):

  • 50 g Zwiebel
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • Eine unbehandelte Bio-Zitrone
  • 1-2 EL Kokosöl oder ein anderes Pflanzenöl
  • 150 g Risotto-Reis (Rundkornreis)
  • Ein Schuss Weißwein (kann durch 50 ml Brühe oder Wasser ersetzt werden)
  • 450 ml Gemüsebrühe
  • 20 g Margarine
  • 2 gehäufte EL Hefeflocken
  • Meersalz
  • (Weißer) Pfeffer

Für das Feldsalat-Pesto:

  • 25 g Pinienkerne
  • 1 kl. Knoblauchzehe
  • 60 g Feldsalat (+ etwas Feldsalat zum Garnieren)
  • 1 EL Hefeflocken
  • Eine Prise Salz
  • Eine Prise (weißer) Pfeffer
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • 2-3 EL Olivenöl

Zubereitung (ca. 25-30 Minuten)

  1. Für das Pesto die Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne anrösten. Eine kleine Knoblauchzehe schälen. Feldsalat verlesen, waschen und trocken schleudern.
  2. Den Feldsalat mit den gerösteten Pinienkernen, Hefeflocken, einer Prise Salz, etwas Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl im Mixer zu einem sämigen Pesto pürieren.
    Das Pesto mit Zitronensaft und Salz abschmecken und bei Bedarf mit Wasser weiter verdünnen.
  3. Für das Risotto die Zwiebel und eine kleine Knoblauchzehe abziehen und fein würfeln. Eine unbehandelte Bio-Zitrone heiß abwaschen und die Zesten abziehen. Die Zitrone auspressen.
  4. 1-2 EL Pflanzenöl in einem Topf erhitzen. Die Zwiebel- und Knoblauchstücke kurz anschwitzen und den Reis hineingeben. Reis mit 50 ml Weißwein ablöschen. 150 ml Brühe dazu geben und erhitzen. Wenn der Reis kocht, die Hitze reduzieren und den Reis nur leicht köcheln lassen. Dabei immer wieder rühren und die restliche Brühe nach und nach zugießen. Nach etwa 12-15 Minuten Kochzeit 20 g Margarine in das Risotto einrühren, 2 EL Hefeflocken dazu geben und das Risotto mit Salz, (weißem) Pfeffer und 2-3 EL Zitronensaft würzen. Nach rund 17 Minuten sollte das Risotto fertig und cremig sein. Risotto mit Salz und Zitronensaft abschmecken.
  5. Risotto mit Hilfe von einem Garnier-Ring als „Türmchen“ anrichten, mit den Zitronenzesten garnieren und Pesto daneben mit einem Löffel ausstreichen.

Maronen-Nussbraten mit Steinpilzsoße (Foto: © Lea Green)

Hauptspeise: 
Maronen-Nussbraten mit Steinpilzsoße

Zutaten

Für den Maronen-Nussbraten (4-6 Portionen):

  • 200 g Naturreis
  • 5 EL Sojasoße
  • Meersalz
  • 50 g geschrotete Leinsamen
  • 70 g Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Champignons
  • 200 g gekochte Maronen (eingeschweißt oder aus der Dose)
  • 100 g Karotte(n)
  • 80 g Walnüsse
  • 1 EL Pflanzenöl
  • Pfeffer
  • 3 EL Kräuter der Provence
  • 1 EL Balsamico Essig
  • 55 g Kichererbsenmehl
  • 2 Zweige frischer Rosmarin

Außerdem: Eine klassische Kastenform von ca. 26×11 cm Größe


Für die Soße:

  • 20 g getrocknete Steinpilze (ca. 1 Stunde in warmem Wasser einweichen lassen)
  • 30 g Margarine
  • 25 g Mehl
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • 2 EL Balsamico Essig
  • 2 EL Sojasoße
  • Optional: 2 Zweige Rosmarin

Zubereitung (45-50 Minuten Arbeitszeit + 1 Stunde Backzeit)

  1. Vorbereitung für die Bratensoße: Getrocknete Steinpilze mit 350 ml heißem Wasser übergießen und abgedeckt bis zur Verwendung ruhen lassen.
  2. Naturreis unter fließendem Wasser spülen und mit 750 ml Wasser im Topf erhitzen. Wenn der Reis kocht, Hitze reduzieren und rund 20 Minuten sanft köcheln lassen. Reis anschließend mit 1 EL Sojasoße und einer Prise Salz vermengen und bei geschlossenem Deckel ohne Hitzezufuhr quellen lassen.
  3. Geschrotete Leinsamen mit 7 EL Wasser vermengen und quellen lassen. Zwiebeln, Knoblauchzehe und Champignons ganz fein würfeln. Gekochte Maronen in eine Schüssel bröseln. Karotte aufreiben. Walnüsse fein hacken.
  4. Ofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Kastenform mit Backpapier auslegen.
  5. 1 EL Pflanzenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebeln- und Knoblauchstückchen anschwitzen. Die Champignons dazu geben und 5 Minuten anbraten. Die Pilze salzen und pfeffern sowie 1 EL Kräuter der Provence dazu geben. Pilze mit 1 EL Balsamico Essig ablöschen und einköcheln lassen.
  6. Reis, Leinsamen, Champignons, Maronenbrösel, Karottenraspel, Kichererbsenmehl, 1-2 EL Sojasoße und gehackte Walnüsse mit einer Prise Salz, Pfeffer und 2 EL Kräuter der Provence kräftig vermengen. Den Teig in die mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben, fest andrücken und glatt streichen. Braten mit 2 EL Sojasoße bepinseln und mit einigen Nadeln Rosmarin bestreuen.
  7. Maronen-Nussbraten eine Stunde bei 200 Grad Umluft im Ofen backen.
  8. Für die Bratensoße das Einweichwasser der Steinpilze abgießen und auffangen. Margarine schmelzen lassen, Mehl mit einem Schneebesen einrühren und mit 150 ml Gemüsebrühe und 150 ml Steinpilzsud aufgießen. Dabei beständig rühren. Balsamico-Essig und Sojasoße einrühren. Die Bratensoße salzen, pfeffern und die Steinpilze sowie einen Rosmarinzweige einlegen. Soße 5 Minuten sachte köcheln lassen. Bei Bedarf Steinpilzsud nachgießen. Rosmarinzweige vor dem Servieren wieder entfernen.
  9. Maronenbraten mit Steinpilzsoße begossen servieren. Dazu Rosmarin-Kartoffelspalten und Rotkraut, aber auch Kartoffelklöße, Bandnudeln sowie gebratener Rosenkohl oder Rahmwirsing.

Tipp: Damit sich der Braten gut schneiden lässt, sollte er einmal vollständig ausgekühlt und das Messer sehr scharf sein. Es empfiehlt sich, den Braten mit der Oberseite nach unten anzuschneiden.

Kokos-Tapiokapudding mit heißen Zimt-Kirschen (Foto: © Lea Green)

Nachspeise:
Kokos-Tapiokapudding mit heißen Zimt-Kirschen

Zutaten (für 4 Portionen)

  • 100 g kleine(!) Tapiokaperlen
  • 800 ml Kokosmilch
  • 1 TL gemahlene Vanille
  • 1,5 TL Chai-Gewürz
  • 1 Prise Meersalz
  • 5-6 EL Ahornsirup (oder Agavendicksaft)
  • 600 g TK-Sauerkirschen
  • 2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 1 Prise Zimt
  • 1 TL Johannesbrotkernmehl
  • 2-3 EL Kokosraspel
  • Optional: Minze zum Garnieren

Zubereitung (25 Minuten Arbeitszeit + 1 Stunde Kühlzeit)

  1. TK-Sauerkirschen auftauen lassen.Tapiokaperlen eine Stunde in kaltem Wasser einweichen lassen und anschließend abseihen.
  2. Tapiokaperlen mit 800 ml Kokosmilch, 1 TL gemahlener Vanille, 1,5 TL Chai-Gewürz und einer Prise Meersalz in einem Topf aufkochen und unter Rühren 10 Minuten sachte köcheln lassen.
  3. Topf vom Herd nehmen und die gekochten Tapiokaperlen 30-45 Minuten bei geschlossenem Deckel quellen lassen. Ab und zu umrühren.
  4. Aufgetaute Sauerkirschen mit 2 EL Ahornsirup und einer großen Prise Zimt erhitzen. 1 TL Johannesbrotkernmehl einrühren. Dieses sorgt für eine cremige Konsistenz der Kirschen – dickt diese etwas ein/bindet sie. Sauerkirschen kurz aufkochen lassen.
  5. Vier Dessertgläser jeweils mit einer Schicht heiße Sauerkirschen, dann einer Schicht Kokos-Tapiokapudding und wieder mit einer Schicht Sauerkirschen befüllen. Auf jedes Dessert etwas Kokosraspel geben. Wer mag, kann das Dessert mit einem Minzblatt garnieren.

Lea Green

Die Filmemacherin und TV-Journalistin Lea Green wurde durch ihre Leidenschaft für die vegane Küche zur Foodbloggerin. Sie rief ihren Blog VEGGIES ins Leben, für den sie nicht nur schreibt, sondern auch fotografiert und das Essen „stylt“. Außerdem ist sie als Showköchin und Kochbuchautorin tätig.

Mit großer Freude und Kreativität bringt sie ihren Lesern näher, was ihr wirklich wichtig ist: “Vegan sein“ ist kein kurzlebiger Trend oder eine hippe Modererscheinung. Vegan zu leben heißt, sich selbst und der Welt jeden Tag ein Geschenk zu machen!

 

  • Und hier geht´s zu Leas Blog: veggi.es

Lea Green (Foto: © Julian Vega)

Ein Artikel von Irene

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