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Wie schädlich sind konventionelle Reinigungsmittel?

Reinigungsmittel
Obwohl die meisten von uns gern ein sauberes Zuhause haben, zählt das Putzen wohl nur für die wenigsten zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Umso wichtiger, dass das Putzmittel ordentlich reinigt und man sich anstrengendes Schrubben und zeitaufwendiges Einwirkenlassen sparen kann. Aber passt gute Reinigungskraft mit Unbedenklichkeit für die Umwelt und Gesundheit zusammen?
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Gerade in der Toilette wird durch Putzen und Beduften viel Gift hinunter gespült. (Foto: Unsplash, rawpixel)

Wirklich schlechte Reinigungsmittel hinsichtlich der Sauberkeit, die sie hinterlassen, oder dem Putzaufwand gibt es kaum mehr. Die verschiedenen Marken unterscheiden sich hauptsächlich durch Werbung, Preis und natürlich die Inhaltsstoffe. Genau deshalb ist es auch vernünftig, statt teuren Chemiekeulen ökologische Reinigungsmittel zu kaufen. Schließlich tun wir damit nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern letzten Endes auch unserer eigenen Gesundheit.

Was ist drin im konventionellen Reiniger?

Inhaltsstoffe, die in allen Putzmitteln zu finden sind, sind Tenside. Sie werden gebraucht, um Fett und Schmutz wasserlöslich zu machen. In Putz- und Waschmittel werden meist synthetische Tenside verwendet. Diese werden auf Erdölbasis hergestellt und sind für Wasserorganismen giftig. Auch für den Menschen sind synthetische Tenside nicht unbedenklich: Sie sorgen unter anderem dafür, dass Haut und Schleimhäute austrocknen. Das kann zu Ausschlägen, aber auch zu Allergien führen. Es ist allerdings auch möglich, Tenside aus nachwachsenden Rohstoffen herzustellen. Das Problem hierbei ist, dass dafür oft Palmöl verwendet wird, welches meist aus riesigen Monokulturen in Asien stammt. Dafür werden in der Regel große Regenwaldflächen abgeholzt. Manche Hersteller achten jedoch darauf, das für ihre Produkte benötigte Palmöl nachhaltig anzubauen oder nutzen andere Rohstoffe.

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Vorsicht: Über Reinigungsmittel können auch Haustiere in Kontakt mit Giftstoffen kommen. (Foto: pxhere, CC0)

Ein weiterer Kritikpunkt an konventionellen Reinigungsmitteln sind Duftstoffe. Sie können ebenso wie synthetische Tenside Allergien auslösen und sind ebenfalls giftig für Wasserorganismen und schwer biologisch abbaubar. Einige Öko-Anbieter haben duftstofffreie Mittel im Angebot.

Es gibt noch einige andere Gründe, warum man auf Chemiekeulen verzichten sollte. Oft finden sich in Reinigungsmitteln genmanipulierte Enzyme, die zwar dafür sorgen, dass die Wäsche auch schon bei niedrigen Temperaturen sauber wird, aber im Gegenzug Hautreizungen verursachen können.

Für längere Haltbarkeit sorgen Konservierungsstoffe, die nach EU-Norm kennzeichnungspflichtig sind, allerdings ohne Erwähnungspflicht, dass es sich um Konservierungsstoffe handelt. Besonders aggressive Konservierungsstoffe, die Formaldehyd beinhalten, können zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Schleimhautreizungen Atemprobleme und Asthma führen, Allergien auslösen und gelten als krebserregend.

Studien haben zudem gezeigt, dass viele Reinigungsmittel, die mit Slogans, wie „beseitigt 99,9 % aller Bakterien“ nicht nur unnötig, sondern auch gefährlich sind. Durch zu häufiges Verwenden von desinfizierenden Reinigern, können Bakterien eine Antibiotika-Resistenz entwickeln. Diese Mittel belasten außerdem oft die Schilddrüsen und unser Hormonsystem. Bio-Reiniger verzichten meist auf antibakterielle Wirkstoffe.

Reinigungsmittel Inhaltsstoffe

Optisch sind kaum Unterschiede zwischen konventionellen und ökologischen Reinigungsmitteln zu erkennen. Umso wichtiger sind entsprechende Prüfsiegel. (Foto: pxhere, CC0))

Gütesiegel

Ohne hier für bestimmte Produkte werben zu wollen, gibt es einige Prüfsiegel, auf die ihr bei eurem nächsten Einkauf achten könnt, um umwelt- und gesundheitsschädliche Produkte zu vermeiden. Die Siegel „Eco Garantie“ oder „Ecocert“ stellen sicher, dass die Inhaltsstoffe gentechnikfrei, biologisch abbaubar und aus nachhaltigem Anbau sind. Das „EU-Umweltzeichen“ wird Produkten verliehen, die verglichen mit konventionellen Reinigungsmitteln weniger umweltbelastend sind. Der „Leaping Bunny“ und „Hase mit schützender Hand“ garantieren zudem, dass bei der Herstellung auf Tierversuche verzichtet wurde. Die „Veganblume“ geht noch einen Schritt weiter und signalisiert, dass das Produkt keine tierischen Bestandteile enthält.

Ein Artikel von Josef

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