Endlich ist der Sommer bei uns angekommen! Die Tage sind lang und heiß und die Sonne strahlt vom Himmel. Allen positiven Eigenschaften der Sonne zum Trotz braucht die Haut Schutz vor möglichen Schäden durch die UV-Strahlung. Wir informieren euch über die Unterschiede zwischen herkömmlichen und biologischen Sonnenschutzmitteln.

Auch mit Sonnenschutz bitte immer wieder mal im Schatten aufhalten (Foto: Unsplash, Marion Michele)

Unterschiedliche Filter

Konventionelle Sonnenschutzmittel schützen die Haut mit chemischen Filtern. Diese Substanzen dringen in die oberste Hautschicht ein und wandeln die UV-Strahlen in harmloses Infrarotlicht oder Wärmeenergie um. Doch Achtung: Einige chemische UV-Filter können Allergien auslösen. Wieder andere sind hormonell wirksam (z.B. der Inhaltsstoff Octocrylene), was für schwangere und stillende Frauen ein Risiko sein kann. An der Universität Zürich konnten Rückstände von UV-Filtern in Muttermilch nachgewiesen werden.

Naturkosmetik-Sonnencreme wirkt physikalisch. Mineralische UV-Filter sind winzige Partikel von Metalloxiden, z.B. Titanoxid oder Zinkoxid, und bilden eine Schutzschicht auf der Haut. Sie reflektieren und streuen das UV-Licht wie Mini-Spiegel. Diese Inhaltsstoffe sind weiß, was den optisch etwas störenden „Weißeffekt“ vor allem bei starken Filtern ab Schutzfaktor 30 und höher erklärt. Um diesen Effekt zu minimieren, werden die mineralischen Substanzen bei vielen Herstellern verkleinert. Riskant wird das erst, wenn die Partikelgröße nur mehr im Nanobereich liegt.

Tipp für die Ladies von Teresa aus dem animal.fair-Team: Fürs Auftragen im Gesicht die Sonnencreme mit eurem Puder mischen. So reduziert sich der Weißeffekt und die Creme entspricht eurem Hautton.

Sonnenschutz

Die Sonne bitte immer mit Sonnenschutz genießen! (Foto: Unsplash, Ethan Robertson)

Klein, kleiner, Nanoteilchen und Mikroplastik

Die Bezeichnung „nano“ gilt nach einer EU-Verordnung für Teilchen, die kleiner als 100 Nanometer sind. Teilchen dieser Größenordnung sind in vielen herkömmlichen Sonnenschutzmitteln und auch in einigen Bio-Sonnenschutzmitteln enthalten. Wie Nanoteilchen im Körper wirken ist noch nicht restlos geklärt. Bestätigt ist, dass mineralische Stoffe durch Nanotechnologie ihre Eigenschaften verändern und mit anderen Molekülen reagieren können. Wer solche Inhaltsstoffe vermeiden will, wirft einen Blick auf die INCI-Deklaration des jeweiligen Mittels. Für Kosmetikprodukte hergestellte Nanomaterialien müssen hier durch den Zusatz „(nano)“ gekennzeichnet sein.

Auch Mikroplastik kann man leicht ausweichen, denn Sonnenschutzmittel von zertifizierten Naturkosmetik-Marken sind immer mikroplastikfrei!

Achtung: Manche Inhaltsstoffe gefährden Korallen (Foto: Pixabay, Ipittman)

Gefahr für Korallen

Korallenriffe bieten vielen Fischarten Schutz und Lebensraum und sind eine wirksame natürliche Barriere gegen Wellen und Erosion. Manche Inhaltsstoffe in konventionellen Sonnencremes können nach wissenschaftlichen Erkenntnissen Korallen und Fische schädigen. Hawaii, wo bereits viele Korallenriffe abgestorben sind, verbietet daher ab 2021 Sonnenschutzmittel, die Octinoxat und Oxybenzon enthalten, deren derzeitige Konzentration im Wasser vor Hawaii nachweislich Einfluss auf die Korallen hat und diese absterben lässt. Octinoxat und Oxybenzon beeinflussen auch den menschlichen Hormonhaushalt. Ein Grund mehr, zu biologischen Sonnenschutzmitteln zu greifen!

Sonnenschutz

Auch Sonnenhut oder Kappe sollten mit an den Strand (Foto: Pixabay, Stefan Schweihofer)

Gesunder Umgang mit der Sonne

Für die Anwendung am ganzen Körper benötigt man eine Menge von ca. drei Esslöffel Sonnenschutzmittel. Auch Nase, Ohren, Fußrücken und Schultern dürfen nicht ausgespart werden! Nach einem Sprung ins Wasser muss nachgecremt werden. Trotzdem verlängert neuerliches Auftragen den Lichtschutzfaktor nicht!

Auch an Kopfbedeckung denken – eine Kappe oder ein schicker Sonnenhut schützen vor Überhitzung und Sonnenbrand auf der Kopfhaut, denn Textilien sind immer noch der beste Schutz gegen starke Sonneneinstrahlung.

Um die stärkste Strahlung zu vermeiden, empfiehlt sich, die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr an einem schattigen Plätzchen zu verbringen. Längere Zeit in der prallen Sonne braten bitte generell vermeiden.

Wir wünschen einen schönen Sommer – und lass‘ die Sonne rein!

 

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Ein Artikel von Sabrina