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Lebensmittelversorgung neu, Teil 4: Biokisten, Lieferservice

Frische Lebensmittel vor die Haustüre: Der Lieferservice von Biobauernhöfen macht‘s möglich. So kommt man etwa als StädterIn zu frischem Obst oder Gemüse, Brot, Pesto und vielem mehr – und das ohne lange Autofahrten. Meist kann man sich ganz individuell eine Kiste zusammenstellen oder einen Typ auswählen (Gemüse klein/ groß etc.), welche dann in regelmäßigen Abständen direkt nach Hause gebracht werden. So erspart man sich nicht nur lange Einkaufswege, sondern auch das Grübeln im Supermarkt. Außerdem kann die Entscheidung für eine Biokiste auch eine kostengünstigere sein. Wie? Das erfahrt ihr hier: Im Folgenden stellen wir das Konzept „Biokisten und Lieferservice“ sowie eine Liste von solchen Services vor.

Gemüse © antjeduewel pixelio.de

Gemüse © antjeduewel pixelio.de

Jung und knackig

Aprikosen, Bio ©MikaAbey pixelio.de

Aprikosen, Bio ©MikaAbey pixelio.de

Der Lieferservice von Bauernhöfen kann als eine junge Alternative zum Ab-Hof-Verkauf für StädterInnen gesehen werden. Dabei handelt es sich oftmals um eine neue Entwicklung, bei welcher Produzenten, also hier die Biobauern, eine neue Philosophie in der Vermarktung vertreten. Biologische und ökologische Landwirtschaft steht dabei im Vordergrund. Diese Philosophie wird auch ein Stück weit zu den KonsumentInnen getragen, da in den Kisten oft auch Rezepte, Broschüren und Informationen zu Veranstaltungen oder saisonalen Lebensmitteln mitgeliefert werden. Zwar ist nicht immer der direkte Kontakt zu den Produzenten gegeben, jedoch können Interessierte die Bauernhöfe besuchen und live miterleben, wo die Äpfel oder Marillen, die in der Müslischüssel landen, gepflückt werden.

Allein, allen voraus

So ein Besuch auf dem Bauernhof ist nicht nur ein Erlebnis für sich, sondern wirkt auch vertrauensfördernd. Die Bauern können Auskunft über Obst – und Gemüsesorten, saisonal angepasstes Kochen oder auch über die Tierhaltung geben. Die Kommunikation zwischen Produzent und Konsument sowie der Lieferservice in die Stadt sind sogenannte Alleinstellungsmerkmale oder „unique selling propositions“ (USP), durch die sich diese neue Generation an Bauernhöfen gegenüber anderen und vor allem großen Lebensmittelanbietern behaupten können. Das Sortiment umfasst manchmal nicht nur Gemüse und Obst, sondern auch selbstgemachte Säfte, Marmeladen, Pesti, Aufstriche und all das kann oftmals auch in einem Webshop bestellt werden.

Was bringt’s mir?

Saftbar ©Pix-by-Hiero pixelio.de

Saftbar ©Pix-by-Hiero pixelio.de

Das Lieferservice von Bioksten schließt niemanden aus – im Gegenteil: KundInnen von jung bis alt profitieren davon. Erwerbstätige haben oft wenig Zeit zum Einkaufen und Kochen für die Kinder. Eine Kiste, in der sowohl die Hauptzutaten als auch Rezepte bereits enthalten sind, spart Zeit und Stress. Ältere Personen, die nicht schwer tragen können, ersparen sich den Weg in den Supermarkt. Außerdem bieten die vielfältigen Rezepte viele Anregungen zum Kochen – auch für junge Menschen. Dabei wird darauf geachtet, dass alle mitgelieferten Lebensmittel aufgebraucht werden. So reicht oft eine kleinere Menge für eine Woche aus, anstatt die großen Einkäufe im Supermarkt, wo viele vom Angebot überfordert sind und oft zu viel einkaufen. Die Biokiste ist somit auch ein Weg, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden.
In Conclusio lässt sich also sagen, dass es hier nicht nur um den Zeit – sondern auch um den Geldfaktor geht. Bewusste Einteilung von Lebensmitteln ist kostengünstiger und dabei kann eine zusammengestellte Kiste sehr gut helfen. Im Online Shopping Guide von animalfair findet ihr eine Reihe von Bauernhöfen, die einen Lieferservice anbieten. Hier beispielhaft ein paar aufgelistet:

Unsere Serie „Lebensmittelversorgung neu“ im Überblick:
Teil 1: Einführung
Teil 2: Solidarische Landwirtschaft
Teil 3: Greißlereien
Teil 4: Biokisten, Lieferservice
Teil 5: Food Coops
Teil 6: Selbsternte

Ein Artikel von Judith

1 Kommentar

  • Christian sagt:

    Gefällt mir gut! Eine spannende Nische aufgegriffen.