Keine Schonzeit für Meister Lampe

Hasen und Kaninchen - vielfältig ausgebeutete TiereDie Symbolfigur von Ostern ist neben dem Lamm der Hase – ob als Schoko-, Marzipan- oder Plüschhase. Doch die Vorbilder in der realen Welt – Hasen und Kaninchen – zählen zu den am meisten ausgebeuteten Tieren. Kaninchen werden in engen Käfigen gemästet, für Tierversuche gequält, für Angorawolle brutal geschoren oder gerupft und in Zirkus- und Zaubervorstellungen missbraucht. Und schließlich entspricht auch die Heimtierhaltung nur äußerst selten den Bedürfnissen dieser niedlichen, aber scheuen Fluchttiere. Helft mit, Hasen und Kaninchen zu schützen: Achtet auf tierversuchsfreie Alltagsprodukte, kauft keine Angorawolle, verschenkt keine Kaninchen und schließlich sollten weder Hasenbraten noch Kaninchenfilet am Speisezettel stehen.


Die Ausbeutung von Kaninchen und Hasen hat viele Gesichter. Wer etwas dagegen tun will, muss zuerst die Tatsachen kennen, auf welche Art und Weise der Mensch die wehrlosen und scheuen Tiere misshandelt. Deshalb haben wir für euch die wichtigsten Aspekte im Zusammenhang mit Konsum und Kaninchen sowie Hasen zusammengefasst.

Tierversuche

wikimediaKaninchen bekommen Medikamente verabreicht, es werden Operationen an den Tieren durchgeführt oder Substanzen auf ihre Haut oder in ihre Augen geträufelt, um zu sehen, wie stark diese ätzend oder entzündend wirken. Ob für Kosmetikprodukte, Putzmittel, Medikamente oder sonstige Neuheiten die Tiere erleiden starke Schmerzen und natürlich ist der brutale Umgang und die elenden Haltungsbedingungen permanente psychische Folter. Informationen zur natürlichen Lebensweise von Kaninchen findet ihr hier. Tierversuche spielen wegen der Testung von Chemikalien sowohl in der Mode, Kosmetik, Haushaltswaren, Reinigungsmitteln, Farben und Lacken eine Rolle. Welche tierfreundlichen Alternativen es in all diesen Bereichen gibt, könnt ihr im animal.fair-Einkaufsführer nachschlagen.

Angorawolle

Angora_rabbit_Von Angorawolle sollte man in jedem Fall die Finger lassen! Der weltgrößte Produzent und Exporteur von Angorawolle ist heute China. Dort werden die scheuen Kaninchen zwar genauso wie bei anderen Produzenten auf eine Streckback gespannt, aber nicht geschoren – auch hier kommt es oft zu Verletzungen und es ist für die scheuen Fluchttiere eine entsetzliche Qual – in China werden die Tiere alle drei Monate bei lebendigem Leib gerupft. Dies entsetzliche Tortour wurde von PETA aufgedeckt und in einem Video dokumentier (dies anzusehen ist aber nicht leicht). Weitere Infos dazu findet ihr in unserem Blogbeitrag „Das Grauen hinter der Angorawolle“ sowie in unserem Infotext im Shopping Guide „Von Angora bis Mohair“.

Zirkus & Co

Hier gilt kurz und bündig – jede Show mit Tieren ist zu meiden. Auch die sensiblen und scheuen Kaninchen leiden sehr, wenn sie für Showzwecke missbraucht werden. Laute Geräusche, enge Behältnisse und unnatürliche Verhaltensweisen ist der traurige Alltag – aus einem Hut gezaubert zu werden ist für die Tiere gar nicht zauberhaft.

Gastronomie: Massentierhaltung und Jagd

In Österreich ist zwar heute nur mehr Bodenhaltung von Kaninchen erlaubt, die nicht geringen Importe stammen aber vermutlich zur Gänze aus der extrem tierquälerischen Käfighaltung. In der Gastronomie ist es genau dieses Fleisch, das dort überwiegend landet. Es sind rund 120.000 Hasen, die pro Jahr bei Jagden mehr oder weniger waidgerecht abgeknallt werden. Ob gemästet oder abgeschossen, alles ist mit Leid verbunden, deshalb befürworten wir eine pflanzenbasierte Ernährung.

pixabay

Haustierhaltung

Ein lebendiges Kaninchen sollte auch nicht als Geschenk im Osternest landen, denn ihre artgerechte Haltung setzt viel Wissen über diese sensiblen Tiere voraus. Viele Kaninchen leiden einsam und beengt in viel zu kleinen Behausungen in privaten Haushalten. Details was alles für eine gute Kaninchenhaltung zu beachten ist, findet ihr in unserem Kaninchen-Artikel im Einkaufsführer. Wer die große Verantwortung übernehmen und Kaninchen zu sich nehmen möchte, dem raten wir, diese im Tierheim oder einer Kaninchenhilfe zu holen. Dort findet ihr auch Experten, die bei einer guten Zusammenstellung der Kaninchengruppe helfen.

Ihr seht, Kaninchen und Hasen habe es nicht leicht, aber jeder kann helfen, indem man den eigenen Konsum tier- und umweltfreundlich sowie fair gestaltet und mit dem Einkaufsführer von animal.fair ist das gar nicht so schwer.

 

Ein Artikel von animal.fair

1 Kommentar

  • Michaela Dietl sagt:

    Sehr interessant dieser Beitrag! Muss zugeben, vieles weder gewusst noch bedacht zu haben