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Schwitzen, aber nicht stinken – empfehlenswerte Deos

Wer weiß tatsächlich, was in den Deodorants enthalten ist, die wir uns täglich unter die Achseln sprühen oder rollen? Die Liste der Inhaltsstoffe ist meist lang und kryptisch. Dabei sind teilweise sehr bedenkliche Stoffe enthalten – und Stoffe, die in grausamen Tierversuchen getestet wurden. Wir stellen euch heute Alternativen zu herkömmlichen Deos vor – inklusive eines einfachen Rezepts für eine selbstgemachte Deocreme.

DIY deodorant. Bild: Abi Porter, CC-BY 2.0 auf Flickr, Titel "DIY deodorant (that actually works!)"

Bild: Abi Porter, CC-BY 2.0 auf Flickr, Titel „DIY deodorant (that actually works!)“


Die meisten der heute gängigen Deodorants sind Antitranspirantien. Dies bedeutet, dass sie den Abfluss des unter der Achsel gebildeten Schweißes verhindern, indem sie die Schweißdrüsen mit Aluminiumsalzen verstopfen. Dass das nicht gesund sein kann, liegt auf der Hand: Schadstoffe, die mit dem Schweiß ausgeschieden werden sollen, werden durch das Lymphsystem im Körper verteilt. Im Gegenzug werden die bedenklichen Stoffe von Antitranspirantien und Deodorants über die Haut aufgenommen und ebenfalls im Körper verteilt.

Müllkippe im Körper

Vor allem die in der Nähe der Achseln liegenden Lymphknoten der Brust dienen dann als “Müllkippe” der Aluminiumsalze, synthetischer Moschusverbindungen und sonstiger bedenklicher Inhaltsstoffe. Es ist wenig verwunderlich, dass auch in Brustkrebstumoren solche Stoffe gefunden wurden. Die Wissenschaft streitet noch darüber, ob dabei ein Zusammenhang bestehen kann.

Empfehlenswerte Naturdeos

Wer sicher gehen will, benützt ein Deodorant von Naturkosmetikherstellern und geht damit kein Risiko ein. Am besten reinigt man die Achselhaut in der Früh mit einer milden Naturseife und trägt dann die milden Naturdeos auf. Wir empfehlen Bio-Deos, die ohne Parabene, Aluminiumsalze, synthetische Duftstoffe, Farbstoffe, Konservierungsmittel, Erdölprodukte, Silikone und antibakterielle Stoffe auskommen und gleichzeitig auf Tierversuche und Tierprodukte verzichten. Empfehlenswerte Produkte stammen z.B. von Soapwalla, Farfalla, eco cosmetics, bi good, FloramePrimavera, Ringana, Rutano, Maienfelser Naturkosmetik, Terra Naturi oder Wolkenseifen (nur jenes Deo ohne synthetische Duftstoffe). Im animal.fair Shopping Guide sowie im Ethischen Einkaufsführer erfahrt ihr Details über diese empfehlenswerten Naturkosmetik-Marken und wo sie erhältlich sind.

Falls du nach einer preiswerten Alternative suchst, dann rühr dir einfach dein eigenes DIY-Deo:

Günstig und verpackungsfrei: Rezept für selbstgemachte Deocreme

  • 60ml geschmolzenes Kokosöl
  • 1–2 EL Natron
  • 3 EL (Mais-)Stärke
  • optional: 10 Tropfen deines ätherischen Lieblingsöls

Einfach alle Zutaten langsam vermischen, bis sich eine gleichmäßige Masse ergibt. Das fertige Deo in eine kleine Dose füllen und bei Bedarf mit dem Finger dünn auftragen. Das Kokosöl wird im Kühlschrank fest, bei Zimmertemperatur wieder cremig. Bei wärmeren Temperaturen empfiehlt es sich daher, das Deo im Kühlschrank zu lagern. Das Deo hält ca. 2–3 Monate.

Zu den Inhaltsstoffen: Kokosöl pflegt die Haut und wirkt antibakteriell. Es kann übrigens auch gut zum Abschminken verwendet werden! Natron ist unbedenklich, ökologisch und neutralisiert unangenehme Gerüche. Das funktioniert nicht nur im Haushalt, sondern auch bei Körpergeruch. Achtung: Speisenatron (NaHCO3) verwenden – nicht Waschnatron (Soda, Na2CO3) oder Ätznatron (NaOH). Stärke macht das Deo kompakt und nimmt Feuchtigkeit auf. Bei den ätherischen Ölen darauf achten, dass sie deine Haut nicht reizen oder austrocknen (Zitrus- oder Pfefferminzöle könnten bei empfindlicher Haut ungeeignet sein).

Mit selbstgemachtem Deo kennst du nicht nur genau die Inhaltsstoffe, sondern reduzierst auch Plastik und sparst viel Geld!

Welche Erfahrungen habt ihr mit Naturkosmetik- bzw. DIY-Deos?

 

p.s.: Das Artikelbild wurde vom Blog Vanilla & Lace unter freier Lizenz zur Verfügung gestellt. Ihr Natur-Deo-Rezept findet ihr hier.

Ein Artikel von Kathi