Eiei, MyEy – ist schon Ostern, oder was?

Keine Sorge, ihr habt euer Zeitgefühl nicht verloren ;-) Allerdings ist heute der internationale Tag des Eies und damit wir VeganerInnen auch etwas zu feiern haben, möchten wir euch MyEy, ein echtes Pflanzenei, und seinen Erfinder Chris Geiser genauer vorstellen. Als weltweit „eynzigartiger“ Ei-Ersatz erfährt MyEy stetig steigendes Interesse und wurde bereits mehrfach ausgezeichnet. Unglaublich, aber wahr: Nach wie vor ist MyEy der einzige Bio-zertifizierte Ei-Ersatz mit der gesamten Bandbreite an Funktionalität – kein anderes Produkt kommt dem Tier-Ei auch nur annähernd so nahe – und das aus Österreich!

© MyEy

Die Zukunft  is(s)t vegan

Der Konsum von tierlichen Eiern ist problematisch – selbst bei der Produktion von sogenannten Freiland- oder Bio-Eiern werden die männlichen Küken nicht benötigt und in Folge dessen gleich getötet. Sie länger am Leben zu lassen (sog. Zweinutzungsrassen) macht ihr Leben auch nicht erträglicher. Ihre Schwestern haben es da keinesfalls besser – das Leben“ als Legehenne ist geprägt von Leid, Ausbeutung und Trostlosigkeit. Dazu belastet gerade die Tier-Eierproduktion die Umwelt enorm. Deswegen braucht es eine gute, pflanzliche Alternative – ein echtes Pflanzenei!

1,2,3 – Küchenzauber mit “My Ey”!

Chris Geiser © MyEy

Chris Geiser © MyEy

Inmitten der Tiroler Alpen wohnt der Erfinder von MyEy, der Konditormeister Chris Geiser – ein kreativer Kopf, der seit nunmehr 20 Jahren vegan lebt und europaweit mit seinen Erfindungen tätig ist. Getrieben von einer Idee im Kopf und dem Wunsch, der Welt etwas Gutes zu tun, suchte der innovative Geist 2013 nach dem perfekten Ei-Ersatz. Nach vielen Monaten des Probierens und Tüftelns entschlüsselte er die Zauberformel für das Pflanzen-Ei.

„Dem Huhn sein Ei und der Menschheit etwas Wertvolleres“ – auf dieses Credo des tatkräftigen Tirolers geht auch der Markenname zurück. Denn es geht darum, den Hühnern ihre Eier zu lassen und dafür ein eigenes, rein pflanzliches Ei zu verwenden. Eben MyEy!

Interview mit MyEy-Erfinder Chris Geiser

Wir fragten den Konditormeister, Bäcker und Erfinder von MyEy über Ei-Alternativen und wie es dazu kam, den veganen Ei-Ersatz zu entwickeln.

animal.fair: Du lebst vegan, schon lange bevor es „Mainstream“ wurde. Was ist die Motivation?
Chris: Es gibt ethische, ökologische, religiöse oder auch gesundheitliche Gründe. Meine Motivation liegt daran, kein Leid zuzufügen – und echter Tierschutz beginnt am Teller.

© myeyanimal.fair: Wie ändert sich der Beruf im Bereich von Lebensmitteln?
Chris: Seit gut zwei Jahrzehnten mache ich nunmehr Koch- und Backshows für Gesundheitsmessen, vegane Events und berate Unternehmen, die gewisse „Risikostoffe“ wie Tierprodukte und E-Nummer, reduzieren wollen. Da gibt es immer wieder neue Herausforderungen.

animal.fair: Wie war die Entwicklung von veganen Alternativen, insbesondere Eiern?
Chris: Anfang der 90er Jahren gab es ja noch kaum Auswahl an Pflanzenmilch und Pflanzenfleisch – das Programm ist heute erstaunlich vielfältig. Nicht nur im Fachhandel, auch der Supermarkt kommt nicht mehr daran vorbei, das vegane Sortiment explizit auszuloben. Am Ei-Sektor hingegen gab es, insbesondere für den Fachmann, keine befriedigenden Lösungen. Zeigen konnte ich auf den Bühnen, was alles gemacht werden kann, aber es fehlte nach wie vor ein Produkt mit einer einfachen Anwendung – daher entwickelte ich MyEy. Es ist zu Hause, wie auch Outdoor gleichermaßen anzuwenden. Kunden hinterfragen zunehmend kritisch und wollen klare Angaben. Nach wie vor ist MyEy der einzige Bio-zertifizierte Ei-Ersatz mit der gesamten Bandbreite an Funktionalität – kein anderes Produkt kommt dem Tier-Ei auch nur annähernd so nahe.

animal.fair: Wie können Tier-Eier ersetzt werden und wann kann überhaupt von einem Ei-Ersatz gesprochen werden?
Chris: Von einem Ei-Ersatz ist richtigerweise zu erwarten, dass er die gesamte Bandbreite an Funktionalität abdeckt. Also nicht nur die Bindefähigkeit oder eine natürliche Farbe oder harmonischer Geschmack, sondern vor allem auch die charakteristische, volle Aufschlagfähigkeit.

animal.fair: Manche Leute meinen, es sollen Gerichte nicht nachgemacht werden – was sagst du dazu?
© MyEyChris: Es werden Gerichte nicht „nachgemacht”, sondern ganz einfach traditionell hergestellt, wobei die Zutaten, wie seit jeher, auf die aktuelle Zeit, in der wir leben, angepasst werden (müssen).
Heute werden Zutaten verantwortungsvoll verwendet, um statt mehr Verbrauch mehr Liebe auf den Teller zu bringen. Warum sollten wir einen Krapfen plötzlich dreieckig formen oder blau einfärben, nur weil er vegan ist? Nein, eine Wurst bleibt eine Wurst, hat sie doch ihren Namen von der wul(r)stigen Form, egal ob sie aus Pflanzenfleisch besteht oder nicht und bekommt daher auch die gleichen duftenden Kräuter – schließlich sind es gerade die feinen Gewürzmischungen, die das Aroma bestimmen. Das Spiegelei heißt in manchen Ländern „Auge” oder „Sunny side up“. Die Begriffe sind also oft meist nur Ausdrücke, die an eine Form erinnern. Meist sind Mitgefühl und Kreativität die stärksten Kräfte, die uns bekannte und schmackhafte Gerichte in eine reine Form bringen lassen, und neue herrliche, vegane Gerichte kreieren lassen. Die Produktion von tierischen Produkten hat drastische Auswirkungen auf die gesamte Welt – Menschen, denen die Natur am Herzen liegt, kommen vegane Produkte da sehr entgegen.

© MyEyChris Geiser gilt als einer der Pioniere der veganen modernen Küche. Seine Erfahrungen sammelte er am Bord diverser Kreuzfahrtschiffe, auf denen er als Chef-Patissier internationale Gäste mit seinen Kreationen verwöhnte. Aufgewachsen sehr naturnah in den Tiroler Bergen, gearbeitet in Top-Hotels weltweit – eine Mischung, die es dem jungen Konditormeister und Bäcker ermöglicht hat, die kulinarischen Feinheiten aus der ganzen Welt mit der Tradition und seiner ethischen Einstellung zu verbinden. So entstand 1999 die erste vegane Vollwertkonditorei. Chris verschickte Pralinen und Kuchenspezialitäten in viele Länder und eroberte damit die Herzen der Genießer der veganen Küche. Seine Kreationen wurden hoch geschätzt und er tischte sogar im österreichischen Parlament rein pflanzlich auf.

„Kein Verzicht, sondern Genuss auf rein pflanzlicher Basis“

Auf verschiedenen Events, Messen oder veganen Sommerfesten wurden mit dieser Devise bereits tausende Menschen überzeugt. Mit seiner zeitgenössischen Kochkunst stellte er sogar vegane Weltrekorde, wie die größte Schokoroulade, Schaumrolle und Sachertorte auf. Er berät Unternehmen der Lebensmittelindustrie und ist auch Schulungskoch von GV-Nachhaltig wie auch vom Tiroler Unternehmens „Change2v“, wo er gemeinsam mit Gerold und Katharina Wirnitzer den Gastronomen zeigt, wie vielfältig die rein pflanzliche Küche ist und worauf man bei der Umsetzung achten muss.

 

MyEy – die Fakten

© MyEy

VollEy, EyGelb, EyWeiß © MyEy

Während für diverse Eigenschaften bis vor kurzem auf einzelne Hilfsmittel zurückgegriffen werden musste, vereint MyEy das gesamte, von Köchen am Hühnerei geschätzte, Spektrum an Funktionalität: von Schaummassen, Aufschlagen, Backen bis zum veganen Spiegelei. MyEy bietet somit VollEy, EyWeiß und EyGelb als vollwertige und wertvolle Alternativen zum Tier-Ei.

Des weiteren ist MyEy nicht nur frei von Cholesterin, tierischen Fetten oder Soja, sondern auch VEGAN-zertifiziert und BIO-zertifiziert. Mehrfach ausgezeichnet als „richtungsweisendes und vorbildliches Unternehmen“ erhielt MyEy im Jahr 2014 den Peta Progress Award als „vorbildliches Unternehmen“ mit seinen  „fortschrittlichen Produkten für einen ethischen Lebensstil“.

Nach wie vor ist MyEy der einzige bio-zertifizierte Ei-Ersatz mit der gesamten Bandbreite an Funktionalität – kein anderes Produkt kommt dem Tier-Ei auch nur annähernd so nahe. Aus dem Grunde gibt es MyEy nicht nur in der handlichen 200g Dose, sondern auch in Großgebinde für Weiterverarbeiter.

Über welche Händler/Onlineshops ihr MyEy beziehen könnt, findet ihr hier – erhältlich unter anderem auch bei unseren Rabattpartnern Bioveganversand, Veganbag und Veganversand Lebensweise.

MyEy – der Ei-Ersatz
www.MyEy.info

Ein Artikel von animal.fair