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Fit mit Attila Hildmanns Rezepten

Die einen lieben ihn, weil er als Veganer nicht  dogmatisch ist, die anderen hassen ihn deswegen: Aber abgesehen davon, dass der deutsche Kochbuchautor, Physikstudent und Hobby-Kraftsportler Attila Hildmann immer wieder polarisiert – auch sein neues Kochbuch “Vegan for fit” glänzt vor Kreativität und ist mit seinen edlen Fotos, seinem Format und 1,7 kg Gewicht sogar als Coffeetablebook geeignet. Und obwohl Hildmann diesmal zeigen will, dass eine gesunde, pflanzenbetonte Ernährung auch zu mehr Leistung und weniger Gewicht führt (er leitet durch eine “30-Tage-Challenge” mit Fitnessprogramm) – mit Diät, Verzicht, Schlankheitswahn oder Kalorienzählen haben seine Rezepte nichts zu tun. Und auch nichts mit Hausmannskost oder schwerer, veganisierter Gasthausküche.

Mehr als in seinen früheren Büchern setzt Hildmann auf gesunde, vollwertige Zutaten, statt Zucker wird in Desserts Agavensirup verwendet, die Saucen werden mit Nussmus zubreitetet, und auch hochwertige Getreide wie Quinoa oder Amaranth kommen zum Einsatz. Alle Speisen wirken frisch, leicht und dennoch sättigend – und immer wieder wird betont, dass sie mit Biozutaten hergestellt werden sollen.

Keineswegs unerwähnt lässt er das Tierleid, die Umweltzerstörung und die negativen gesundheitlichen Folgen, die mit tierlichen Produkten zusammenhängen. Ein Buch also, das sicher auch viele motivieren wird  – zum Umdenken, veganen Kochen und gesünderen und ethischen Leben.

Attila Hildmann: Vegan for fit. Vegetarisch und cholesterinfrei zu einem neuen Körpergefühl.

Becker Joest Volk Verlag   ISBN: 3-938100-81-8.   30,80 Euro
www.bjvv.de

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Ein Artikel von Ruth

6 Kommentare

  • Oskar sagt:

    Ein guter Beitrag von Eva, kann dies auch nur unterstreichen. Wir müssen mit mehr Beispiel, einfach durch unser TUN auf die positive Möglichkeit zur Veränderung aufmerksam machen.Es werden uns dann mehr Menschen folgen und es uns gleich tun, so verändern wir.

  • Sonja sagt:

    Ich stimme Eva 100% zu ;-)

  • Eva sagt:

    Es ist doch immer dasselbe! Wenn man einen Schritt in eine verändernde Richtung geht, wird sofort von einem verlangt, dass man diese Richtung konsequent und ohne jegliches Wenn und Aber beibehält. Seid doch froh, dass Atilla auf eine Weise für etwas einsteht, dass andere zum Handeln bewegt! Wer immer nur mit erhobenem Zeigefinger vom “Fleischfriedhof Mensch” redet und grauenerregende Bilder von leidenden Tieren raushaut, wird damit mehr auf Ablehnung als auf Zustimmung stoßen. Ich finde es toll, dass es Tierrechtler gibt, die für ihre Überzeugungen eintreten – aber es kann nicht sein, dass manche Veganer die Aura von selbsternannten Weltverbesserern versprühen, die Fleischesser und zum Teil auch Vegetarier als Unmensschen darstellen. Das mögen nur die extremsten Veganer sein, aber ehrlich gesagt hat mich genau diese dogmatische Haltung lange Zeit daran gehindert, mich selbst “öffentlich” zum Veganismus zu bekennen. Veganer SIND Weltverbesserer, die Frage ist nur, ob man sich damit anderen gegenüber überheblich benimmt oder auf Vernunftsebene versucht, andere von seiner Sache zu überzeugen.
    Die Idee, das ganze vorwiegend aus gesundheitlicher Sicht zu beleuchten, scheint doch genau dahin zu führen, was wir uns als Veganer wünsche: Dass immer mehr Menschen langsam aber sicher auf den Trichter kommen, dass eine rein pflanzliche Ernährung im Endeffekt die logische Konsequenz sein muss und es eben nicht nur um das Wohl der Tiere, sondern auch um das der Menschen und der Umwelt geht.

  • Peter sagt:

    Der Zweck heiligt nie die Mittel!
    Davon abgesehen hat er doch recht. Viele sind einfach Naziveganer, dann kann man sie auch so nenen. Es gibt nicht nur schwarz und weiß! Immer eine Sache der Betrachtungsweise. Manch einer achten auf Lederschuhe, andere achten auf die zigzehntausende Vögel die durch idologische Windkraftwerke sterben, andere achten auf die Vergiftung unserer Gewässer durch pestizid Wandfarbe an allen neueren Häusern und die dadurch sterbenden Tiere, usw.

  • Christine G. sagt:

    Ich finde, es spielt keine Rolle, auf welche Weise Attila es schafft, Leute zum Umdenken zu animieren. Der Zweck heiligt die Mittel. Jedes vegane Essen zählt und Attila hat diese Ernährungform aus der stillen Ecke geholt. Ich find klasse, dass er mit seiner schnodderigen Art die Leute aufweckt. Und er hat sich jetzt die ersten tierleidfreien Sneakers bestellt. Peace! :)

  • Janine H. sagt:

    Mich stört es extrem, dass er Tierrechtler immer wieder als “radikale Spinner”, “Naziveganer” u. ä. m. bezeichnet und damit auf Facebook Front gegen die gesamte Tierrechtsbewegung macht.
    Dass er (immer noch!) zum Kauf von Tierhäuten steht, sei ihm (wie jedem anderen auch) überlassen aber warum versucht er permanent, jeden ernsthaften, konsequenten Tierrechtler zu denunzieren? Muss nicht sein! Von daher werde ich ganz sicher keine Werbung für Hildmann machen!