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Winterlandschaften genießen, ohne Wildtiere zu stören

All diejenigen von uns, die den Schnee abseits von überfüllten Pisten beim Schneeschuhwandern oder Skitourengehen in den Bergen genießen wollen, müssen sich bewusst sein, dass wir das Reich der Wildtiere betreten. Sie haben keine warmen Häuser oder Vorräte um den Winter zu überleben. Es ist eine harte Zeit, die es zu überdauern gilt. Wenn wir die Tiere in dieser sensiblen Phase stören, kann es zu ihrem Verhängnis werden. Es liegt an uns, dies bestmöglich zu vermeiden.

(Foto: Pixabay, Simon)

Inmitten von Pulverschnee, in Ruhe und Abgelegenheit, können sich unsere überreizten Sinne entspannen. Das Knirschen des Schnees, die frische kalte Luft und die schneeschwer herabhängenden Äste. Die verschneite Winterlandschaft verleiht den Eindruck von Einsamkeit. Jedoch sind wir keineswegs alleine.

(Foto: Pixabay, rubberduck7)

Auch wenn wir die meisten Wildtiere im Winter nie zu Gesicht bekommen – sie sind da, sie bemerken uns und sind wachsam. Daher ist es wichtig, dass wir uns respektvoll veralten, auch wenn weit und breit kein Tier zu hören oder sehen ist.

Wildtierspuren im Schnee (Foto: © Nationalpark Gesäuse, Kren)

Gämsen, Rehe, Steinböcke, Schneehühner, Auerhühner und einige andere Wildtiere verbringen den Winter in den Bergen, im tiefsten Schnee. In der Zeit gibt kaum Nahrung und diese ist meist wenig energiebringend, die Tage sind kurz, es ist kalt. Allein um ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, müssen die Tiere auf ihre Reserven zurückgreifen.

Dem Schneegestöber trotzende Gämsen (Foto: Pixabay, skeeze)

Werden sie in diesem Zustand aufgeschreckt, verbrauchen sie viel wertvolle Energie. Die Flucht im hohen Schnee ist extrem anstrengend und Stresshormone werden ausgeschüttet. Durch die schlechte Nahrungsverfügbarkeit können die Energiereserven auch nicht mehr aufgefüllt werden. Die Schwächung der Tiere kann bis zum Hungertod führen.

Stop! Schongebiet für Schneehühner (Foto: © Nationalpark Gesäuse, Karo Scheb)

Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, ein paar Grundregeln zu beachten:

  • Respektiert Schongebiete und Betretungsverbote
  • Bleibt auf den Wegen und markierten Routen (die Tiere gewöhnen sich an die örtlich konzentrierte Störung)
  • Geht nur unter Tags auf Touren, meidet die Dämmerung und Nacht
  • Vermeidet Lärm
  • Haltet Abstand zu Baum- und Strauchgruppen
  • Lasst eure Hunde nicht frei laufen
  • Nähert euch den Wildtieren nicht an
  • Falls eine Begegnung nicht vermeidbar ist, nähert euch von unten und macht euch bemerkbar, um eine panikartige Flucht zu vermeiden

(Foto: Pixabay, Simon)

So einfach ist es! Wenn wir diese Regeln beachten, steht einem intensiven Naturerlebnis mit gutem Gewissen nichts mehr im Wege.

Ein Artikel von Barbara