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Tierausbeutung für den Tourismus? – Nein Danke!

Elefant
Nicht nur die Frage, wie man die eigenen Haustiere im Urlaub am besten versorgt oder unterbringt ist wichtig. Auch direkt am Urlaubsort kann man sich für Tiere einsetzen und deren Ausbeutung verhindern.
Elefant

(Foto: Pixabay, Andreas-vdh)

Dass sich mit Tieren Geld verdienen lässt ist bekannt. Besonders im Urlaub wird dies oft schamlos ausgenutzt und Tiere werden in Delfinarien und Zirkussen zur Schau gestellt oder es wird versucht, Souvenirs aus Tiermaterialien an den Urlauber zu bringen. Wer also  seinen Urlaub verantwortungsbewusst genießen möchte, ohne Tierleid zu unterstützen, der sollte einige Punkte beachten.

Delfinarien und Zirkusse

Delfine und Orcas faszinieren die Menschen. Die hochintelligenten Meeressäuger sind lernfreudig und schnell können sie ein großes Publikum mit ihren akrobatischen Künsten begeistern. Der Preis, den die Tiere dafür zahlen, ist aber hoch: Ihr ganzes Leben lang müssen sie in einem viel zu kleinen Betonbecken verbringen, ohne die Möglichkeit ihre natürlichen Instinkte auszuleben. Delfine zum Beispiel schwimmen in freier Wildbahn pro Tag an die 150km und tauchen bis zu 300 Meter tief. Wird ein neues Kalb in Gefangenschaft geboren, so wird es von der Gruppe isoliert und das, obwohl die Tiere in freier Wildbahn in Schulen aufwachsen. Auch die Lebenserwartung der Tiere sinkt massiv, anstatt 40 oder mehr Jahre beträgt die Lebenserwartung eines gefangenen Delfins selten 20 Jahre.
Delfinarien sind daher ohne wenn und aber abzulehnen und sollten schon längst der Vergangenheit angehören. Deshalb solltet ihr auf keinen Fall einen diese Kerker für Meeressäuger besuchen, auch wenn die Tiere eine große Faszination ausüben.

Zirkustiere erleiden ebenfalls Qualen und müssen ihr Leben unter absolut unzumutbaren Bedingungen fristen. Häufig sind Zirkusse nicht ortsgebunden und reisen durchs Land, die Tiere sind also sehr oft den Strapazen langer Transportwege ausgeliefert. Elefanten werden angekettet, Tiger und Löwen in winzigen Käfigen gehalten, die sie nur zur Darbietung in der Manege verlassen dürfen. Undercover-Videos haben ausserdem auch gezeigt, dass die Tiere oft misshandelt werden. Erst wird ihr Wille gewaltsam gebrochen, damit sie dann wie willenlose Maschinen funktionieren.

Kamel

(Foto: Pixabay, RichardLey)

Das gilt auch für eine weitere leider sehr beliebte Touristenattraktion: Ritte auf Kamelen, Elefanten oder Ponys. Auch dies sollte man unbedingt meiden, die Haltungsbedingungen genügen nicht den Anforderungen der Tiere, es steht vor allem der Profit im Vordergrund. Bedenkt immer: Mit dem Geld für so einen Ritt finanziert man das fortgesetzte Tierleid. Und die Nachfrage bestimmt das Angebot. Wenn die Nachfrage versiegt, werden diese tierquälerischen „Attraktionen“ auch nicht mehr angeboten. UND: Sprecht darüber auch mit Freunden und Mitreisenden und macht sie auf das Tierleid aufmerksam.

Stierkämpfe

Sie gelten als Tradition, sind aber eine Abscheulichkeit, die auf keinen Fall unterstützt werden sollte! 40.000 Stiere sterben jährlich in spanischen Arenen. Dem Stier wird ein schmerzhafter Widerhaken in den Nacken gestochen, anschließend wird mit Holzstäben auf ihn eingestochen. Ist der Stier schließlich völlig entkräftet, erscheint der Torero und tötet ihn mit einem Schwertstoß.
Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, dass die neue Regionalregierung von Mallorca, den Stierkampf auf der Insel verbieten lassen will, so wie er auch schon in Katalonien verboten ist, obwohl man sich nicht überall daran hält.

Schildkröte

(Foto: Pixabay, Free-Photos)

Heute mal exotisch?

Andere Länder, andere Sitten. So reizen bestimmte Urlaubsorte auch mit kulinarischen „Delikatessen“ wie zum Beispiel Schildkröten. Oft werden die Tiere sogar bei lebendigem Leib aufgeschnitten. Eine unvorstellbare Qual – ausserdem werden die Artbestände gefährdet. Also: Man muss nicht alles im Leben gekostet haben, auch rein pflanzlich lebt es sich hervorragend ;-).

Zum Schluss noch ein schönes Souvenir…

…aber bitte nichts, das aus Elfenbein, Leder, Schildkrötenpanzern, Krokodilleder, Korallen usw. hergestellt wurde. Zusätzlich ist die Einfuhr vieler solcher Produkte gesetzlich geregelt bzw. verboten!

Dies sind alles Dinge, auf die man auch im Urlaub bitte verzichten sollte. Im nächsten Teil der Serie sagen wir euch, wie ihr direkt vor Ort aktiv werden könnt, um Tieren zu helfen.

Ein Artikel von Isabel