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Vegane Biodünger für gesunde Böden

Kaum zu glauben, welche Stoffe in Düngemitteln enthalten sind: zermahlene Schweineborsten, Klauen und Hufe, Wolle, Feder, Blut, Knochen – alles Abfälle aus der sogenannten Tierproduktion. Erfreulich ist wiederum, dass immer mehr Firmen bewußt tierproduktfreie Erzeugnisse auf dem Markt bringen, viele davon biologisch und für den Bioanbau zugelassen (mitunter sogar als “vegan” oder “veggie” deklariert und beworben). Allerdings: Der beste Dünger ist nutzlos, wenn die Bedingungen für die Pflanzen nicht optimal sind. Besonders in der Permakultur wird auf ideale Standorte und Pflanzenfamilien geachtet.
Erde Jungpflanze Keimling

Ein gesunder Boden ist die Basis (Foto: Pxhere, CC0)

Bio ist nicht bio

Leider ist der Begriff “bio” für Düngemittel und Substrate nicht gesetzlich geschützt. Viele Dünger führen deshalb den Zusatz “bio” auf ihrem Etikett, weil sie biologisches ist gleich organisches Material enthalten: aus Schlachtabfällen etwa oder aus organischen Reststoffen der konventionellen Industrie. Ein Ethischen Einkaufsführer findest du eine gute Auswahl an “echten biologischen” Düngern, die keine tierlichen Substanzen enthalten. Darüber hinaus muss man jeweils beim Hersteller nachfragen, was genau in den Mischungen enthalten ist.

Im Einklang mit der Natur

Vielfalt ist die beste Basis für gesunde, humusreiche Böden, Blumen, Gemüse- und Obstsorten und Kräuter. Die Erde nicht ausgelaugt und hilfreiche Kleinstlebewesen werden geschützt. Eine gute Unterstützung dabei sind selbst gemachter Kompost, Mulch oder rein pflanzliche Hilfsstoffe und vegane Biodünger. Selbst hergestellt werden können etwa auch Kleegras-Silage oder Ackerbohnenschrot. Auch Effektive Mikroorganismen haben sich für In- und Outdoor-Pflanzen als ideales Stärkungsmittel erwiesen. Zahlreiche Tipps dazu hält das Buch “Peaceful gardening” von Susanne Heine bereit (siehe Infobox unten und unseren Blogartikel).

Einen Hinweis möchten wir aber noch anbrigen: Wer fertigen, veganen Biodünger kauft, sollte trotzdem unbedingt den Ausbringungsempfehlungen am Etikett folgen und kultur- und saisonangepasst düngen. Auch Biodünger können zu hohen Nitratbelastungen im Boden und Grundwasser führen.

Vegane und biologische Dünger – kompakt

Um dir die Suche zu erleichtern, haben wir die Anbieter, die auch im Ethischen Einkaufsführer gelistet sind, hier noch einmal zusammengefasst. Die nachfolgende Liste enthält die gängigsten in Österreich erhältlichen Dünger auf rein pflanzlicher und mineralischer Basis:

BioAgenasol, Biofert, BlütoVin, Green Lab Berlin, GARTENleben, KleePura, MALTaflor, Multikraft, Umweltpionier up

Der Vollständigkeit halber:

Der vegane und biologische Azet Veggie Dünger von Neudorff. Ansonsten empfehlen wir Neudorff nicht, insbesondere auch wegen seines großen Sortiments an Produkten “Schädlingsbekämpfung” wie Schneckenkorn, Mäuse- und Rattenfallen sowie Mäuse- und Rattengift. Positiv in diesem Bereich ist lediglich das Produkt Schneckenstreumittel der Neudorff-Marke Naturkraft, dieses kann allerdings nur rund um Terasse und Haus angewendet werden und wirkt durch Duft als Vergrämungsmittel.

Von der Marke Florissa gibt es rein pflanzliche Dünger: Tomaten- und Gemüsedünger, Pflanzennahrung, Kräuter- und Jungpflanzendünger, Bio-Aktiv Rasendünger flüssig, Hochbeetdünger, Obst- und Gemüsedünger, Universal-Gartendünger. Die ebenso angebotenen “Pflanzenschutz”-Produkte, bei denen Tiere zu schaden kommen, empfehlen wir nicht. Beiden Marken sind in Baumärkten und Gartencentern erhältlich.

Auch die Produkte von Naturen empfehlen wir nicht. Zum einen gibt es von der Marke auch zahlreiche mittel zur “Schädlingsbekämpfung”. Zum anderen ist Naturen eine Marke des Chemiekonzerns Scotts Celafor, der zahlreiche Chemiedünger, Biozide und Herbizide herstellt mit den Europa bekannten Marken Celaflor, Substral oder Nexa Lotte. Zudem wird das berüchtigte Monsanto-Mittel “Roundup” von Scotts Celaflor exklusiv vertrieben.

Quellen und weiterführende Infos:

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