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So wollen wir Wolle

Wolle
Wer auf Wolle nicht verzichten will, kann auf ein paar Dinge achten, um Tierleid so gering wie möglich zu halten:

  • nur zertifizierte Bio-Wolle (kbT, aus kontrolliert biologischer Tierhaltung) kaufen: egal ob Kleidung, Strickgarne, Matratzen, Decken usw.
  • nur Wollprodukte mit genauer Herkunftsbezeichnung kaufen (keinesfalls aus Australien, Neuseeland, Argentinien oder China stammend).
  • am besten überhaupt ist “Vegetarierwolle”.
Wolle

Bei Wolle unbedingt auf die Herkunft achten. (Foto: Pixabay, auenleben)

So erkennt man Bio-Wolle

Das IVN-best-Siegel gibt hier die größte Sicherheit, da die verwendete Wolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) stammen muss. Außerdem beziehen die IVN-Marken ihre Wolle nicht aus Australien. GOTS-zertifizierte Wolltextilien bieten leider nicht die gleiche Sicherheit, da hier die Beimischung von bis zu 30% konventionellen Naturfasern zugelassen ist, und bei diesen 30% auch Wolle von gemulesten Schafen dabei sein kann. Handelt es sich allerdings um 100% Biowolle, dann ist ausgeschlossen, dass Mulesingwolle untergemischt wurde.

In den Kapiteln Kleidung, Babys & Kids und Heimtextilien & Möbel des Ethischen Einkaufsführers sind einige Hersteller und Bezugsadressen angeführt, bei denen Wollprodukte aus kontrolliert biologischer Tierhaltung erhältlich sind.

Aber Achtung: Die laufenden Recherchen der letzten Jahre haben gezeigt, dass leider bei etlichen Eco Fashion Anbietern und Shops zwar Baumwollmode aus zertifiziertem Bioanbau stammt, man es bei der Wolle aber nicht so genau zu nehmen scheint. Allzu oft fanden wir Kleidung aus ganz normaler Schurwolle, also mit hoher Wahrscheinlichkeit von gemulesten Schafen aus Australien stammend. Achte deshalb unbedingt darauf, dass mit dem Zusatz Biowolle, Wolle aus kbT (kontrolliert biologischer Tierhaltung) oder “organic wool” versehen ist.

Vegetarierwolle

Ein neuer Trend ist Vegetarierwolle. Die gibt es nur bei einigen ganz wenigen Herstellern oder Händlern. Vegetarierwolle deshalb, weil hier die Schafe nicht geschlachtet werden, sondern eines natürlichen Todes sterben dürfen. Sie sollten bedenken, dass auch Biowolle für die Schafe, die nicht mehr genügend Wolle geben, meist die Schlachtung bedeutet. Wer kann oder will es sich schon leisten “unproduktive” Tiere durchzufüttern.

Einige tun aber genau das:

  • Auf dem Mittermühlhof leben Brillenschafe, die nicht geschlachtet werden: www.mittermuehl.at
  • Am Hof der Familie Spenger helfen Shropshire-Schafe bei der Beweidung von Bio-Christbaumkulturen: www.spenger.at
  • Bei Wollhandwerk können Strickgarne dieser beiden Höfe bezogen werden. Aber Achtung nicht alles bei Wollhandwerk ist Vegetarierwolle: www.wollhandwerk.at
  • Und bei der Filzkatze gibt es bereits fertig gestricktes aus Vegetarierwolle: pflanzengefärbte Babyschuhe, Hausschuhe und Schals: http://de.dawanda.com/shop/filzkatze

 

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