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Kerzen selber machen

Schwimmlicht
Die langen Winterabende werden durch Kerzenschein erst so richtig gemütlich. Und noch schöner ist es, wenn das Licht von selbst gemachten Kerzen stammt. Dabei macht sich der Kauf von hochwertigen Kerzen übrigens doppelt bezahlt: Die gute Brennqualität und rußfreie Flamme sorgen für nachhaltiges Vergnügen am Kerzenschein. Und die Kerzenreste werden einfach nochmal zu neuen Kerzen gegossen. Hier verraten wir euch wie es geht.

Schöne leere Einmachgläser lassen sich sehr gut als Kerzen wiederverwenden. Mit persönlichen Akzenten verziert oder beschriftet, sind sie ein hübsches Geschenk (Foto: © Sandra Obermair)

Woraus Kerzen gemacht werden

Vorsicht: Beim Kauf von Kerzen ist es wichtig, auf die Inhaltstoffe zu achten. Neben Erdölprodukten und tierlichen Fetten können gesundheitsschädliche Substanzen enthalten sein. Es gibt aber auch viele Kerzenhersteller, die nachhaltige Rohstoffe wie heimisches Rapsöl, Sojawachs oder Biomasse verwenden. Der Kauf von hochwertigen Kerzen zahlt sich also auf jeden Fall aus. Besonders wenn aus den Kerzenresten wieder neue Lichtspender gebastelt werden.

Die Wachsreste können farblich sortiert oder gemischt geschmolzen werden. (Foto: © Sandra Obermair)

DIY-Kerzen aus Wachsresten

Dazu die Reste einschmelzen, am besten in einem Metallgefäß (z.B. leere Konservendose) im Wasserbad. Verunreinigungen herausfischen. Das geschmolzene Wachs in Formen gießen. Im Handel gibt es eigenen Kerzen-Gießformen, es klappt aber auch mit einer leeren Klopapier-Rolle, die in ein mit Sand gefülltes Gefäß gestellt wird, damit das Wachs unten nicht herausrinnt.

Wichtig ist auch, dass der Docht nicht zu lang ist. Sonst rußt die Kerze beim Brennen (Foto: © Sandra Obermair)

Einmachglaskerze

Leere Einmachgläser eignen sich wunderbar als Gefäße für DIY-Kerzen. Einfach das geschmolzene Wachs eingießen und den Docht an einen Zahnstocher oder Metallspieß binden und mittig ins Wachs einrichten. Dochte sind meist aus Baumwoll-Fäden geflochten, lassen sich also auch selbst herstellen. Wenn Dochte nicht verbrennen, sind sie übrigens aus einem Glasfasergeflecht und keine animal.faire Wahl.

Schwimmlicht

Schwimmlichter kann man ganz einfach selbst herstellen (Foto: Pixabay, caro_oe92)

DIY-Schwimmlicht

Wasser, pflanzliches Öl und ein Stück Küchenpapier – aus diesen drei einfachen und kostengünstigen Zutaten kann man selber ein wunderschönes Schwimmlicht herstellen. Voraussetzung ist der einmalige Kauf einer kleinen Acryl-Schwimmlicht-Scheibe. Als Gefäß kann eine alte Glasschale, die zusätzlich noch mit Steinen und Muscheln als Dekoration befüllt sein kann, dienen.

Nusslichterl – einfach und kreativ (Foto: © Sandra Obermair)

Nuss-Teelicht

Das kannten schon unsere Großeltern: Vorsichtig geknackte Walnüsse lassen sich als Teelichter befüllen. Achtung: Der Docht sollte mittig platziert werden ;-)

Schmelzfeuer

Eine weitere Möglichkeit, Kerzenreste zu verwerten, sind Schmelzfeuer. In einem Keramiktöpfchen (zu beziehen etwa bei Grüne Erde) werden die Reste eingefüllt und sorgen so für Beleuchtung, vorzugsweise in Außenräumen wie Balkon, Terrasse oder Garten.

Orangenkerze

Die Orangenkerze schafft eine unvergleichlich romantische Atmosphäre (Foto: Pxhere, CC0)

Weitere DIY-Kerzenrezepte:

  • Die Herstellung von Schwimmlichtern ist einfach und schnell und man weiß, welche Zutaten verwendet wurden. Bastelanleitung und Bestellmöglichkeit der Schwimmlichter: www.sfamurri.de
  • Wachskerzen lassen sich wiederum aus alten Wachsresten selber herstellen. Im Internet finden sich zahlreiche Anleitungen (z.B. www.utopia.de).
  • Und auch Rapskerzen können selber hergestellt werden. Das Ausgangsmaterial und Zubehör gibt es etwa hier.
  • Ein Stimmungshighlight ist die Orangenkerze, für die es lediglich zwei Zutaten braucht: 1 Orange und Pflanzenöl. Eine Anleitung findet sich auf diesem DIY-Blog.
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