Klein, grün und rund: die Erbse

Heute geht es mit unserer Hülsenfruchtserie weiter und wir nehmen die kleine grüne Erbse genauer unter die Lupe. Im 16. Jahrhundert kam sie nach Europa und ist seitdem aus keinem Risipisi mehr wegzudenken. Nicht nur in der Frühlingszeit kann man die Hülsenfrucht ergattern, tiefgekühlt enthält sie noch immer alle wichtigen Nährstoffe, da sie nach dem Ernten sofort eingefroren wird und somit keine essentiellen Inhaltsstoffe verloren gehen.

© Creative Commons, www.picserver.org

Herkunft und Sorten

Das kleine, kugelige Gemüse gehört zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt und hat ihren Ursprung in China. Etwa im 16. Jahrhundert kam sie dann zu uns nach Europa. Grundsätzlich gibt es vier Sorten, in die man Erbsen unterteilen kann:

  • Ackererbse: Sie wird auch Futtererbse genannt und wird als Körnerfutter angebaut, denn die geschroteten Samen dienen als Kraftfutter für Milchkühe und Geflügel. Man kann sie auch als Grünfutter bzw. Gründünger anbauen. Hinsichtlich des Bodens und Klimas ist diese Sorte weniger anspruchsvoll als die anderen.
  • Palerbsen: Als trockenes Korn werden diese Erbsen meist zum Kochen verwendet. Für einen anderen Gebrauch sollten sie jung geerntet werden, da sie sonst einen mehligen Geschmack beibehalten.
  • Markerbsen: Diese Sorte wird oft mit der Zuckererbse verwechselt, da sie süßlich schmeckt. Sie wird meist in konservierter oder tiefgekühlter Form genutzt. Als Trockenerbse ist sie ungeeignet, da sie beim Kochen hart bleibt.
  • Zuckererbse: Diese wird auch Zuckerschote genannt und gehört zur beliebtesten Erbsensorte. Im Geschmack ist diese sehr süß und zum Kochen ideal, da die Hülse zart und essbar ist.

Gesundheitlicher Nutzen

Erbsen enthalten viel Eiweiß, wertvolle Mineralstoffe und Spurenelemente. Auch der Gehalt an Eisen, Zink, Kupfer, Kalium und Kalzium ist hoch. Die Vitamine B1 und B2 wirken sich vorteilhaft auf Nerven und Gehirnfunktion aus. Der Fettgehalt in Erbsen ist niedrig. Frisch geerntete Erbsen enthalten zudem Carotinoide, Vitamin C und E. Sie wirken vorbeugend gegen Krebs und wirken sich aufgrund des hohen Ballaststoffanteils positiv auf den Cholesterinspiegel aus.

Erbsen

 Verwendung

Sehr beliebt in Europa ist die sogenannte Erbsensuppe, aber auch viele verschiedene Salate und Pürees kann man aus diesen kleinen Hülsenfrüchten zubereiten. Selten findet man frische Erbsen, denn diese sind nicht besonders lange haltbar und verlieren schnell Geschmack.  Zusätzlich werden Erbsen als nachwachsende Rohstoffe für die Gewinnung von Stärke eingesetzt, z. B. zur Herstellung biologisch abbaubarer Folien. Also nicht nur ein Genuss für uns Menschen, sondern auch für die Umwelt!

Die Erbse ist Teil 3 unserer Hülsenfrucht-Serie anlässlich des Internationalen Jahres der Hülsenfrüchte.

Ein Artikel von Laura