Die Linse: Allroundtalent unter den Hülsenfrüchten

Die nächste Hülsenfrucht, die wir euch nach Kichererbse, Bohne, Erbse und Lupine in unserer Porträtreihe vorstellen möchten, ist die Linse. Im Orient weit verbreitet ist sie auch aus der europäischen Küche kaum wegzudenken. Sie gilt als kalorienarm, ballaststoffreich, sehr schmackhaft und sättigend – optimale Voraussetzungen für einen Fixplatz in der veganen Küche!

3 Arten Linsen

Herkunft und Geschichte

Die Linse stammt vermutlich von der in Kleinasien verbreiteten Wildlinse ab. Sie entwickelte sich bereits in der Jungsteinzeit im Nahen Osten zu einer weit verbreiteten Nutzpflanze. Im Alten Ägypten war sie ein Grundnahrungsmittel und ein Linsengericht hat es sogar zu einer Erwähnung in der biblischen Genesis gebracht.

Heute ist sie vor allem in Indien verbreitet, wird aber auch in Nord- und Südamerika und in Spanien angebaut. Zu den bekanntesten und meist verwendeten Sorten zählen neben den roten, grünen und gelben Linsen auch Beluga-Linsen, die im Aussehen an Kaviar erinnern, sowie Berglinsen.

Linsen

Gesundheitlicher Nutzen

© Jessica Spengler via flickr.comWie es auch bei anderen Hülsenfrüchten der Fall ist, sind Linsen im Rohzustand giftig. Gekocht werden die giftigen Inhaltsstoffe, z.B. Lektine, unschädlich und die Linse genießbar gemacht. Neben ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen und auch Eiweiß machen sie die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe (insbesondere Eisen) so wertvoll. Außerdem werden geschälte Linsen selbst von empfindlichen Menschen gut vertragen.

Ihr Nährstoffreichtum und eine verdauungsanregende Wirkung sind aber am besten zu nutzen, wenn Linsen ungeschält auf den Teller kommen. Dann sollten sie allerdings vorher eingeweicht werden, um die Verdaulichkeit zu erhöhen.

Einzig für Gichtpatienten sind Linsen aufgrund ihres hohen Puringehalts nicht zu empfehlen. Für Diabetiker und Abnehmwillige hingegen eignen sie sich hervorragend, da sie nur langsam verdaut werden und so der Blutzuckerspiegel nicht so stark ansteigt. Sie sind aus diesem Grund auch sehr sättigend, bei gleichzeitig weniger Kalorien als Reis oder Kartoffeln.

Verwendung

Linsen mit RhabarberDie Linse hat sich von ihrem ursprünglichen Dasein als „Arme-Leute-Mahlzeit“ emanzipiert und ist heute – nicht zuletzt durch ihre geschmackliche Vielfalt – auch in der gehobenen Gastronomie anzutreffen. Ihre Verwendung in der indischen Küche ist natürlich kein Geheimnis, auch in Salaten, Suppen oder Eintöpfen ist sie gerne gesehen. Vegane Bolognese, Brotaufstriche (zum Beispiel der eigens für animal.fair kreierte Belugalinsenaufstrich) oder Linsencurry sind nur eine kleine Auswahl weiterer schmackhafter Kochideen.

Wenn ihr nicht ohnehin schon Linsenfans seid: Probiert sie einfach aus, Möglichkeiten gibt es genug!

Dieser Artikel ist der 5. Teil unserer Hülsenfrüchte-Serie anlässlich des Internationalen Jahrs der Hülsenfrüchte.

Ein Artikel von Irene

1 Kommentar

  • Redaktion sagt:

    Schöne Seiten. Mit guten Infos. Weiter so..

    Mit nachhaltigen Grüßen