,

DIY-Tipp: Selbst genähtes Taschentücher-Etui

Taschentücher sind am besten immer und überall dabei. Um Plastikmüll zu sparen, portionieren wir die TaTüs in selbstgenähten Stoff-Etuis. Alte Kleidung und andere Stoffreste werden so wiederverwertet – DIY meets Upcycling. Hier ein einfaches Näh-Rezept für Ruck-Zuck-Basteltypen.
Taschentücher-Etui

Die Frühlingssonne kitzelt – für Schnupfen- oder allergiegeplagte Nasen halten Stoff-Etuis immer ein Taschentuch bereit. (Foto: © Sandra Obermair)

Taschentücher sind meist aus Papier, idealerweise aus Recycling-Papier. Dann stecken sie aber leider oft in vielen kleinen Plastiktäschchen. Es gibt die gefalteten Papiertaschentücher auch in Großpackungen – nur verteilen die sich ungeordnet in unseren Taschen und tauchen erst nach und nach wieder auf. Schön versammelt in Stoff-Etuis bleiben die TaTüs ordentlich verstaut bis zu ihrem Einsatz.

Das brauchst du dafür:

  • Stoffreste (es lohnt sich, eine Reste-Kiste mit ausgedienter Kleidung und Stoffresten anzulegen)
  • Zackerlschere
  • Bunte Nähgarne
  • Bleistift
  • Maßband oder Lineal
  • Grundausrüstung sind Nähmaschine und Bügeleisen
Taschentücher-Etui

In der Stoffreste-Kiste findet jede ihre Lieblings-Kombination. (Foto: © Sandra Obermair)

So wird´s gemacht:

Für 1 Etui, Dauer etwa 20 Minuten

  1. Stoffreste-Kiste durchforsten und Stoffe auswählen: Für ein ungefüttertes Etui reicht ein Stoff, eher feste Qualität und lieber fusselfreies Material, gern auch imprägniert und wasserabweisend. Für gefütterte Etuis zwei dünnere oder einen festen kombiniert mit einem dünnen Stoff aussuchen. Die Stoffe bügeln.
Taschentücher-Etui

Eine gute Investition ist eine hochwertige Zackerlschere. Stoffe fransen dann nicht so leicht aus. Auch Papier kann damit einmal anders geschnitten werden. (Foto: © Sandra Obermair)

  1. Rechtecke ausschneiden: 14 cm breit und ca. 21 cm lang, am besten mit der Zackerlschere – das verhindert, dass die Stoff ausfransen.
  2. Die schmalen Seiten zweimal umschlagen und festnähen, gerne mit kontrastfärbigem Nähgarn. Bei gefütterten Etuis die Innenseite nach außen zwei Mal umbiegen und festnähen.
Taschentücher-Etui

Die Innenseite wird zwei mal nach Außen umgeklappt und flach festgenäht. So entsteht ein hübscher und stabiler Rand. (Foto: © Sandra Obermair)

  1. Dann das Rechteck mit der Innenseite nach außen (also „verkehrt“) zusammenfalten. Es gibt zwei Möglichkeiten:
    a) Die beiden umgenähten Seiten stoßen aneinander – das ergibt ein Etui mit offenem Schlitz.
    b) Oder die umgeklappten Seiten überlappen sich – dieses Etui hat dann eine verdeckte Öffnung.
  1. Wie auch immer: Nun die beiden schmalen Seiten „fußerlbreit“ (also im Abstand eines Nähmaschinen-Fußes zum Rand) zusammennähen. Gut vernähen, die Naht gerne mehrmals nähen, das macht die Etuis noch stabiler.
Taschentücher-Etui

Überstehende Stoffzacken wegschneiden und das Etui umdrehen. (Foto: © Sandra Obermair)

  1. Umstülpen, die Ecken gut auszupfen und mit den Taschentüchern füllen.

Immer ein liebes Geschenk

Diese Taschentücher-Etuis sind wirklich schnell genäht, kosten fast nichts und sind ein individuelles Geschenk. Der Tipp einer Freundin: Ein paar Etuis auf Vorrat nähen, so hat man immer ein kleines Geschenk für einen spontanen Anlass daheim. Auch als Give-Away bei rührenden Events wie Hochzeiten sind diese Etuis elegante Taschentuch-Halter: Auf die einzelnen Plätze gelegt, helfen sie bei so manch verdrückter Träne.

Durch die einfachen Arbeits-Schritte eignet sich dieses Näh-Rezept auch als Einstieg für Teenager an der Nähmaschine. Im Handumdrehen haben die Jugendlichen ein hübsches Geschenk selbst genäht. Übrigens kann man die Stoffe, besonders einfarbige, auch mit Stoffmalstiften verzieren und so zu einem noch persönlicheren Geschenk machen.

Taschentücher-Etui

Ruck-zuck werden aus alten Stoffen neue, praktische Etuis. (Foto: © Sandra Obermair)

Tipp

Bei unserem Rabattpartner Biostoffe.at gibt es ein Nähcafé, wo man auch stundenweise Nähmaschinen anmieten kann – incl. kostenloser Restekiste und Kleinkinderbetreuung.

Naehbereich (c) Biostoffe

© Biostoffe.at

Artikel teilen:

Profilbild

Ein Artikel von Sandra