„Der grüne Planet“

Etwas Mysteriöses umgibt den französischen Film „Der grüne Planet“ von Coline Serreau. Er ist nirgendwo erhältlich, weder in großen Webshops, noch bei kleinen Spezialhändlern. Und in Foren geistert sogar die Information herum, dass der Film verboten war oder ist. Wenn auch letzteres zu sehr nach Verschwörungstheorie klingt, Faktum ist, dass der Film auf Deutsch einzig und allein auf YouTube angeschaut werden kann – in nahtlos aneinander anknüpfenden 9 Teilen. Worum geht’s? Um unser aller (naja, vielleicht nicht aller) Vision einer besseren Welt – schön und humorvoll erzählt. Ja, der Film ist naiv. Und ja, der Film ist plakativ. Und ja, das macht gar nichts. Es ist einfach eine wunderschöne, wohltuende, heilsame Geschichte.

 

Die wichtigste Botschaft des Filmes ist vielleicht diese: Wir Menschen können nicht nur einen quantitativen Fortschritt erreichen (höher, schneller, größer), sondern auch einen qualitativen Fortschritt, der uns zu besseren, bewussteren und achtsameren Wesen macht. Zu Wesen, wie sie auf dem grünen Planeten wohnen, die alle paar Zeitalter mal einen Gesandten auf den blauen Planeten schicken, um nachzusehen, ob die Menschen schon ein bisschen weiter sind in ihrer Entwicklung. Die aktuelle Gesandte, gespielt von Coline Serreau selbst, ist erstaunt über die Rückständigkeit der Menschen. Während die Bewohner des grünen Planeten sämtliche elektrische Geräte eliminiert haben und stattdessen ihre Energien auf den Fortschritt ihrer Körper, Gedanken und geistigen Fähigkeiten richten, sind die Menschen gerade dabei sich und ihren Planeten zu zerstören. Eine traurige Wahrheit, die Serreau aber mit viel Humor erzählt und uns letztendlich auf eine vergnügliche Reise bis hinauf zum grünen Planeten mitnimmt.

 

Der Film ist in voller Länge auf Youtube veröffentlicht:

[youtube mb6uhCd9FL0]

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Ein Artikel von Petra