„Kein Fleisch macht glücklich“

So locker, pointiert und dennoch faktenreich sind Bücher zum Thema „Vegan werden und bleiben“ nur selten geschrieben. Ähnlich wie viele andere Autoren, die sich in der letzten Zeit zu einem ethisch korrekt(eren) Lebensstil entschlossen haben, erzählt auch der Biologe und Wissenschaftsjournalist Andreas Grabolle von seiner persönlichen Annäherung an das vegane Leben.
Dabei lässt er immer wieder Gespräche mit Freunden und Experten, mit Tierrechtlern und Bauern, mit einer fleischliebenden Kollegin und seiner kleinen Tochter mit einfliessen. Er schaut sich heimlich einen Mastbetrieb an und schildert sachlich-reportageartig das dortige Grauen. Er nimmt im Kuhkostüm an einer Demo teil, lernt bei Björn Moschinski vegan kochen und lässt sich von Kathi Petter von der Veganen Gesllschaft Österreich über Kinderernährung aufklären.
Auf diesem Weg transportiert er, leserfreundlich in viele kleine Kapitel aufgeteilt, eine Fülle an Fakten und Hintergrundinformationen über veganes Leben und vor allem darüber, was den Tieren angetan wird – in Ställen, Schlachthöfen und bei der Milchproduktion, bei der Fischzucht und der Jagd. Auch mit Philosophen von gestern und heute und der Umweltpolitik beschäftigt sich der ehemalige Fleischliebhaber und spätere Langzeitvegetarier.
Und nicht zuletzt geht es auch um die richtige Vitaminversorgung und die schweren gesundheitlichen Nachteile von Milch.
Am Ende wird sich wohl jeder fragen, warum es tatsächlich noch Menschen gibt, die nicht vegan leben. Grabolles soeben erschienenes  Buch ist jedenfalls ein nachhaltiger, informativer und teilweise sogar unterhaltsamer Anstoß, auf eine tierfreundliche, menschenfreundliche und umweltfreundliche Lebensweise umzusteigen.

Andreas Grabolle: Kein Fleisch macht glücklich. Mit gutem Gefühl essen und genießen.
Goldmann Taschenbuch ISBN: 978-3-442-17316-7   9,30 Euro
www.randomhouse.de
www.keinfleischmachtgluecklich.de

Ein Artikel von Ruth