animal.fair berichtet: Eine Weihnachtsgeschichte

Es war im April 2002, als Klara geboren wurde. Von ihrer Mutter wurde sie schon am Tag nach der Geburt getrennt, denn ihre Milch war nicht für sie bestimmt… Klara saugte an allem, was sie rings um sich fand. Es war nicht viel, eine Metallstange, ein Stück Holz von der Box. Acht Jahre später war Klara x-mal künstlich befruchtet worden, hatte 6 Kälber geboren, die sie nie kennenlernen durfte, war jeden Tag an der Melkmaschine. Bis sie eines Tages nicht mehr genügend Milch gab. Stark abgemagert und kaum fähig, vom Viehtransporter hinunter zu gehen, landete sie auf einem Viehmarkt:

Doch dann geschah ein Wunder. Sie wurde auf den Hof Butenland gebracht. Das war Anfang Oktober dieses Jahres. Nachdem sie das letzte mal einen Transportwagen verlassen hatte, begann Klaras neues Leben. Mit steifem, schleppendem Gang konnte sie das erste Mal Sonne, Wind und frisches Gras genießen und die Möglichkeit sich frei zu bewegen – ohne angebunden, ohne in eine Box gepfercht zu sein. Die anderen Kühe am Butenlandhof empfingen Klara freundlich. Aber es dauerte ein paar Tage bis sie sich daran gewöhnte, Teil einer Kuhherde zu sein. Langsam fand sie Vertrauen und suchte auch immer wieder mal die beschützende Nähe von Ochse Willem. Menschen jedoch ließ sie nicht in ihre Nähe. Sofort sicherte sie sich einen Fluchtweg, rollte panisch mit den Augen und wurde starr vor Angst. Die Menschen auf dem Hof ließen ihr Zeit. Sogar ein geplanter Tierarztbesuch wurde abgesagt, damit sie erst mal zur Ruhe und zu Kräften kommen konnte. Und Klara kam zu Kräften. Und das ist Klara heute, gut drei Monate nach ihrer Ankunft auf Hof Butenland:
…mehr über Hof Butenland erfahrt Ihr morgen.

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Ein Artikel von Petra