Gemeinsam Landwirtschaften: Infoveranstaltung der LoBauerInnen

Die engagierten Selbstversorger am Rande von Wien in der Lobau säen und ernten seit 2012 biologisches Obst und Gemüse. Der Verein bietet auch Besuchstage auf dem Feld sowie zahlreiche Workshops für Interessierte an. Außerdem arbeiten die LoBauerInnen mit der Foodcoop in der Möhrengasse sowie im Rahmen von Forschungsprojekten mit der BOKU zusammen. Am 21.2.2015 veranstalten sie einen Info-Abend für Neulinge und Neugierige.

Die LoBauerInnen, Grafik: lobauerinnen.at

Gemeinschaftliche Landwirtschaft – ganz ohne Supermarkt

LoBauerInnen bei der Arbeit... Foto: lobauerinnen.atErnte, Foto: lobauerinnen.atDie LoBauerInnen bezeichnen sich als ein gemeinschaftliches Bio-Landwirtschaftsprojekt, welches den eigenen Bedarf decken soll. Die Mitglieder bestellen selbst das Feld, ohne dabei an einem Absatz der Ernte interessiert zu sein. Es handelt sich dabei um einen Verein, der gemeinsam an einem Projekt arbeitet. Der Vorstand wird demokratisch von den Mitgliedern in regelmäßigen Abständen gewählt. Die LoBauerInnen arbeiten unter anderem mit der Foodcoop in der Möhrengasse, die auch im gemeinschaftlichen Sinne „wirtschaftet“, zusammen.

Engagement zum Weitergeben

Regelmäßig werden Hoffeste, Workshops sowie Feldbesuche veranstaltet, die auch gerne besucht werden. Dieser Mehraufwand wird vor allem deshalb betrieben, um auf die Wichtigkeit der Ernährungssouveränität hinzuweisen (zu diesem Themenbereich wird es in Kürze eine Artikel-Serie im animal.fair-Blog geben). Ernährungssouveränität (food sovereignty) entstand aus einer Kleinbäuer*innenbewegung heraus, die sich vor allem als Kritik an der Vorherrschaft des Weltmarktes versteht. Die Informationsveranstaltung soll dazu beitragen sich einen guten Einblick zu verschaffen, wie das Projekt tatsächlich funktioniert.

Wichtig zu erfahren wäre, wie sich das Vorhaben künftig entwickeln soll; geplant ist nämlich auch mit Tieren auf dem Feld zu arbeiten, sowie Hühner zu halten. Hier steht für animal.fair fest, dass  Tierhaltung und Tiernutzung sehr genau zu hinterfragen sind.

Wie kann ich mitmachen?

Es gibt im Grunde kaum Voraussetzungen für die Teilnahme an diesem Projekt. Gefragt sind Engagement für die Feldarbeit, sowie gemeinschaftliche und informative Aktivitäten. Personen, denen es an Zeit mangelt, können ganz einfach als förderndes Mitglied einsteigen. Jene, die an der Feldarbeit oder bei anderen Aktivitäten mitwirken möchten, werden wahrscheinlich eher dem „Kernteam“ zugewiesen werden. Mit einem Beitrag von 100€ im Jahr ist man dabei und bekommt schon sein frisches Gemüse – kein eigener Spaten notwendig. Es gibt Ernte- und Aussaattage, an denen alle anpacken können, die motiviert sind.

Ihr fühlt euch angesprochen?

Die Info-Veranstaltung findet am 21.2.2015 um 17:00 statt.
Wo: Lassallestrasse 40 / Stiege 3 / Tür 37, 1020 Wien
Weitere Details auf der Facebook-Seite der Veranstaltung.

Ein Artikel von Judith