Sie ist Fernsehjournalistin und Moderatorin (“heimatZEIT”) in Bremen, Mutter von zwei kleinen Kindern und hat beschlossen, vegan zu leben: Ohne Negatives zu beschönigen, aber auch ohne propagandistische Aufdringlichkeit lässt Jumana Mattukat in ihrem gerade erschienenem Buch “Mami, ist das vegan?” Revue passieren, wie sie auf ein veganen Lebensweise umgestiegen ist – und was das für ihren Mann, die Kinder und den Freundeskreis an Positivem, aber auch an Stolpersteinen bedeutete.
Herzerfrischend unprätentiös und sehr persönlich schildert die Enddreißigerin, wie sie Experten kontaktiert, neue Produkte entdeckt, Kochbücher von Attila Hildmann und Björn Moschinski konsultiert, am Herd experimentiert und Kochduelle mit nicht-veganen Freunden meistert. Und sie sinniert über das korrekte vegane Outing und die angemessene Art, ihr Hintergrundwissen über den Umgang mit Tieren und der Umwelt angemessen zu transportieren – was ist wann zu viel, was zu wenig?
“Ich liebe es, vegan zu sein” bekennt sie schließlich, ohne sich dadurch für besser zu halten als die anderen. mehr »
Den ersten sinnlichen Eindruck von Veggiestan bekommt man, wenn man das Buch in die Hand nimmt. Denn Teile des Cover sind mit Samt überzogen. Auch innen ist das Buch ansprechend gestaltet, wenngleich nicht jedes Rezept mit einem Foto versehen ist. Die Rezepte bieten eine Tour durch den gesamten orientalischen Raum – von Afghanistan bis nach Marokko. Im Mittelpunkt stehen die Gemüsetöpfe des Orients, die anregenden Gewürze und Aromen und die vielen selbstgemachten Kochzutaten wie Chutneys oder Harissa (angeblich die schärfste Chilisauce der Welt). Das Buch ist dezitiert vegetarisch. Aber ein guter Teil der Rezepte ist rein pflanzlich oder leicht veganisierbar – vom Kapitel Milch- und Eierspeisen abgesehen. 



Einen spannenden Vortrag der amerikanische Psychologin Melanie Joy gibt es heute in Wien. Die Amerikanerin, die auch an der University of Massachusetts lehrte, wurde mit 23 Jahren Vegetarierin – inzwischen lebt sie vegan – und beschäftigt sich mit Themen wie Tierrechte, Gewalt gegen Tiere und Veganismus. Nach ihrem Englisch-Lehramt gab sie zahlreiche Vorträge über vegetarische Ernährung – und war irritiert, weil ihre Zuhörer dennoch nicht auf Fleisch verzichten wollten: “Ich entdeckte, dass der Mechanismus, der für die Gewalt gegen Menschen verantwortlich ist, auch bei Gewalt gegen nicht-menschliche Lebewesen zur Geltung kommt”, sagte sie in einem Interview. Dieses Verhalten motivierte sie zu psychologischen Studien, die zur Grundlage ihrer Dissertation wurden, aus der später
Gute Bücher werden bekanntlich nicht alt – und gute Texte auch nicht: Der Band “Wir haben es satt” ist eine der wohl eindrucksvollsten literarischen Anthologien zum Thema “(Keine) Tiere essen”, Tierrechte und Vegetarismus/Veganismus. Die renommierte “Zeit”-Literaturkritikerin Iris Radisch und Kulturredakteur Eberhard Rathgeb – beide sind Vegetarier – haben mehr als dreißig, nicht nur allgemein bekannte Texte von Autoren und Philosophen zusammengestellt, kommentiert und zeitlich wie gesellschaftspolitisch eingeordnet. Die aus zwei Jahrtausenden stammenden Werke liefern Argumente gegen die Ausbeutung und das Essen von Tieren; sie zeigen aber auch den widersprüchlichen Umgang mit Tieren auf, etwa wenn es um den bedenkenlosen Fleischkonsum von “tierliebenden” Menschen geht. Ein Buch also, das eine eindrucksvolle Bandbreite
Ein Vegan-Kochbuch der Luxusklasse: gefühlte 2 Kilogramm schwer, 368 Seiten stark, Farbfotos von höchster Qualität auf jeder Doppelseite, dazu 200 Rezepte, die meisten davon sogar glutenfrei. Sie rangieren von Suppen und Saucen über Sprossen und Salate bis hin zu Strudel und (zuckerfreien!) Süßspeisen, es gibt zudem Anleitungen für Aufstriche, zum Brotbacken und für Gemüse- und Getreidespeisen. Auch der Umgang mit Algen wird erläutert. Außerdem geht es in einem ausführlichen Beitrag darum, wie eine ideale, typgerechte Ernährungs- und Lebensweise aussehen kann – und dass Ganzheitlichkeit und Achtsamkeit nicht nur das Essen betrifft.
Der Berliner Attila Hildmann ist einer der Jungstars der veganen Küche: Mit YouTube-Kochshows, TV-Auftritten und in Kochkursen vermittelt der Physik-Student auf frische, unkomplizierte Weise, wie großartig veganes Essen schmeckt. Mit seinem neuen, fast 200 Seiten dicken, toll gestylten und ausführlich bebilderten Kochbuch “Vegan for fun” macht er Lust auf vegane Gerichte wie Lauch-Quiche und Döner, Nasi Goreng und Oliven-Tomaten-Focaccia, Power-Drinks, Cremeschnitten oder Panna Cotta.