Unter dieser Dachmarke werden Alpenlachs (Seesaibling) und andere Süßwasserfische vertrieben. Lizenzierte Züchter garantieren, dass einheitliche Kriterien bei der Fischzucht eingehalten werden, dazu gehören eine nachhaltige Fischerei und biozertifiziertes Futter. Frisch- und Räucherfische sind auf Märkten, im Ab-Hof-Verkauf, in Läden sowie Apotheken zu beziehen. mehr »
Einleitung Extra: Tierprodukte
Der animal.fair Shopping Guide hat seinen Schwerpunkt auf Produkte gelegt, hinter denen möglichst kein Tierleid steckt. Wir möchten aber jenen, die auf tierliche Produkte noch nicht verzichten wollen – seien es Eier, Fleisch, Fisch oder Milch – einen Service bieten, der Bezugsquellen anführt, die für ein Mindestmaß an respektvollem Umgang mit Tieren stehen, das Leid also so weit wie möglich begrenzen. Leider ist “bio” allein hier überhaupt keine Garantie. Im Gegensatz zum Pflanzenanbau, wo der kontrolliert biologische Anbau, eine gutes Fundament bildet, sind die Bestimmungen in der kontrolliert biologischen Tierhaltung völlig unbefriedigend. Der Schwerpunkt liegt darauf, dass die Tiere Biofutter erhalten, ihre Lebensbedingungen sind nur etwas besser und – von wenigen Betrieben abgesehen – noch weit davon entfernt, dass man von “glücklichen Tieren” sprechen könnte. Wir möchten Ihnen aber nur Anbieter empfehlen, wo die schlimmsten Grausamkeiten gegenüber Tieren ausgeschlossen sind:
• Dazu gehört etwa, dass in einem Schweinemastbetrieb die männlichen Ferkel nur mit Narkose kastratiert werden und nicht wie generell üblich (auch auf Biohöfen) bei vollem Bewusstsein dieser Tortur ausgesetzt werden. Dazu gehört auch, dass die Tiere idealerweise am Hof geschlachtet werden und ihnen damit der Transport und vor allem die oft lückenhafte Betäubung auf Großschlachthöfen erspart bleiben. Übrigens werden auch die meisten “Biotiere” auf keinen eigenen “Bioschlachthöfen” getötet, sondern in konventionellen Schlachtbetrieben. Zu einem Mindestmaß an Respekt gehört auch, dass die Muttersauen nicht in Kastenständen (körperenge Käfige) gehalten werden und dass bei den Rindern (Fleischrasse) die Kälber bei den Müttern bleiben dürfen (Mutterkuhhaltung). Dazu gehört auch, dass Anbindehaltung tabu ist und sich die Tiere so oft wie möglich im Freien aufhalten dürfen.
• Auch gegenüber Fischen gehört ein Mindestmaß an Fairness und Nachhaltigkeit dazu. Diese Tiere, die entgegen dem landläufigen Glauben sehrwohl Schmerzen und Leiden empfinden, müssen in der normalen Fischerei einen grausamen und langsamen Tod erleiden. Nur einige wenige Anbieter bemühen sich um humanere Fang- und Tötungsmethoden.
• Milchbetriebe, wo die Kälber nicht gleich nach der Geburt von ihren Müttern getrennt werden, gibt es unseren Recherchen zufolge in Österreich leider noch nicht. Das funktioniert nur bei einer extensiveren Milch-”Entnahme”. Und nur in der Schweiz gibt es einige wenige Pionierbetriebe, die Mutterkuhhaltung auch bei Milchrassen durchführen.
• Auch bei Eiern können keine Generalempfehlungen abgegeben werden, da auch in der Produktion von Biofreilandeiern die Tötung der männlichen Küken gang und gäbe ist. Nur auf dem einen oder anderen kleineren Hof, wo darauf Wert gelegt wird, überleben die männlichen Küken länger als einen Tag. Sicherheit gibt es also nur bei persönlichem Kontakt zu einem Bauernhof.
• Das Töten der Tiere ist nie tierfreundlich, es kann aber auf eine Art und Weise und in einem Rahmen geschehen, der für die Tiere erträglicher ist. Durch die Bestimmungen der EU sind Hausschlachtungen selten geworden, obwohl das – wenn in extensivem Rahmen und achtsam durchgeführt – für die Tiere besser ist, da ihnen der Transport und eine fremde Umgebung erspart bleiben. Ebenso wie der Geruch des Blutes ihrer Artgenossen bzw. die Schreie der Tiere, die vor ihnen getötet werden. Hinzu kommt, dass auf Großschlachthöfen unter Zeitdruck im Akkord gearbeitet wird. Hier passieren Fehler und ein hoher Prozentsatz der Tiere wacht zu früh aus der Betäubung auf und wird bei vollem Bewusstsein zerteilt oder in kochendes Wasser getaucht. Die Kontrollen sind, wie Recherchen von Tierschutzorganisationen ergebaben und Berichte von ehemaligen Schlächtern oder Tierarztpraktikanten belegen, äußerst mangelhaft. Das Projekt eines mobilen Schlachtwagens, der direkt zu den Viehbetrieben fährt, musste leider vor einiger Zeit aus unverständlichen Gründen eingestellt werden.
animal.fair empfiehlt
Essen Sie nur ganz bewusst Fleisch oder Fisch, Milchprodukte oder Eier. Wenn Sie zum Beispiel nur einmal in der Woche oder gar im Monat Fleisch essen, dann darf das auch mehr kosten und die Beschaffung darf etwas aufwendiger sein, als in den nächsten Supermarkt zu gehen. Wer weniger Tierprodukte ist, hilft mit, dem Trend zu immer intensiverer Massentierhaltung zu stoppen. Tierliche Lebensmittel sollten – so wie früher – wieder etwas Besonderes sein, deren Genuß zelebriert wird und die man dann auch mit gutem Gewissen genießen kann. Suchen Sie sich Anbieter aus unserem “Extra: Tierprodukte” oder suchen Sie sich selber Bauernhöfe, wo Sie Einblick in die Tierhaltung bekommen und sich davon überzeugen können, dass die Tiere (bis hin zum Tod) gut behandelt werden. Diese Einstellung und dieses Konsumverhalten sind besser für die Tiere, besser für ihre Gesundheit und besser für die Umwelt (Viehhaltung ist der größte Klimakiller).
Unsere Recherchen
Wir bauen das Kapitel “Extra: Tierprodukte” nach und nach auf und möchten Sie dafür um Verständnis bitten. Die Recherchen sind in diesem Bereich sehr aufwendig und heikel und wir möchten wirklich nur Anbieter anführen, die wir guten Gewissens empfehlen können. Was Fische, Eier und Milch anbelangt, so sind unsere Empfehlungen abgeschlossen. Das Kapitel Fleisch soll in den nächsten Monaten erarbeitet werden. Hinzu kommen eventuell auch Eierproduzenten, wo die männlichen Küken nicht getötet werden. In jedem Fall sind wir für konkrete Tipps und Anregungen sehr dankbar. Wenn Sie einen Betrieb kennen, wo mit den Tieren achtsam und respektvoll umgegangen wird, dann schreiben Sie uns bitte an: office@animalfair.at
Alpenlachs
biofisch
biofisch ist eine Direktvermarkterinitiative der Mitgliedsbetriebe und betreibt keinen eigenen Laden. Frisch- und Räucherfische sind auf Märkten, im Ab-Hof-Verkauf, in Läden sowie über Hauszustellung zu beziehen.
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Pan do Mar
Die spanische Marke Pan Do Mar gehört zu den Demeter-Felderzeugnissen und stellt Konserven aus Fischen und Meeresfrüchten her. Bei Salzwasserfischen ist die Rückverfolgbarkeit sehr schwierig, weil eine klare Deklarationspflicht, d.h. Handelsname und lateinischer Artname, FAO-Fanggebiet und Sub-Fanggebiet sowie Fangmethode, gesetzlich nicht vorgeschrieben sind. Nur diese aber würden dem Konsumenten beim Einkauf ermöglichen, die richtige Wahl zu treffen. Nach unseren Recherchen empfehlen wir ein paar konkrete Produkte, bei denen nach unserer Ansicht und Recherche Art, Fanggebiet und Fangart gewisse Mindestkriterien erfüllen: Makrelenfilets, Thunfisch in Bio-Olivenöl, Thunfisch naturell und Thunfisch in Bio-Sonnenblumenöl. Erhältlich in Biosupermärkten und manchen Bioläden.
Wild Ocean
Die Marke gehört zu den Demeter-Felderzeugnissen und ist in heimischen Biosupermärkten erhältlich. Nach eigenen Angaben stammen die Produkte – tiefgekühlte Fische und Meeresfrüchte – aus nachhaltiger Küstenfischerei. Bei Salzwasserfischen ist die Rückverfolgbarkeit sehr schwierig, weil eine klare Deklarationspflicht, d.h. Handelsname und lateinischer Artname, FAO-Fanggebiet und Sub-Fanggebiet sowie Fangmethode, gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Nur diese aber würde dem Konsumenten beim Einkauf ermöglichen, die richtige Wahl zu treffen. Nach unseren Recherchen empfehlen wir ein paar konkrete Produkte, bei denen nach unserer Ansicht und Recherche Art, Fanggebiet und Fangart gewisse Mindestkriterien erfüllen: Seelachs-Fischstäbchen, Kabeljau-Fischstäbchen, Kabeljau-Filets mit Bio-Panade, Seelachs Filets natur, Schellfisch Filets natur, Kabeljau-Filets natur, Alaska-Wildlachs.