Einleitung Medizin

Kapitel Medizin

Christoph und heilkräftige Kräuter

„Vivisektion ist nach meiner Auffassung das schwärzeste von allen schwarzen Verbrechen, deren sich der Mensch heute gegenüber Gott und seiner Schöpfung schuldig macht.“ 

Mahatma Gandhi – indischer Unabhängigkeitsführer, Pazifist. In einer Rede anlässlich der Eröffnung des Tibbi College in Delhi 1921

Wie kann etwas, dass so viel individuelles Leid, unvorstellbare Schmerzen und Qual verursacht, zum Guten für den Menschen führen? Diese Frage stellen wir uns und auch Ihnen.

Es geht dabei um zwei Aspekte:

  1. Ist die Vivisektion (der Versuch am lebendigen Tier) moralisch zu verantworten?
  2. Ist die Vivisektion aus wissenschaftlich/medizinischer Sicht sinnvoll?

Bisher wird die Antwort auf die zweite Frage meist bejaht, was ein Ja auf die erste Frage zur Folge hat. Tierversuche sind damit ein „notwendiges Übel“, auf das wir für den Fortschritt und für das Wohl der Menschen nicht verzichten können. Aber wie notwendig ist diese Übel tatsächlich? Ist es nicht vielleicht einfach nur ein Übel?  Immer mehr Wissenschafter und Mediziner wenden sich nämlich gegen Tierversuche – und zwar nicht in erster Linie aus ethischen Gründen, sondern aus wissenschaftlichen! Zum einen gibt es bereits zahlreiche alternative Testmethoden. Zum anderen belegen immer mehr Studien, dass die an der Spezies Tier gewonnenen Testergebnisse nicht einfach auf den Menschen übertragbar sind. Bedenken wir auch den Einfluss der Psyche. Die Wirkung von Medikamenten auf die im Labor unter ständiger Angst und Schmerzen leidenden Lebewesen wird eine andere sein als auf jene, die in Freiheit und angstfrei leben.

Tierversuchsfreie Medizin wird – verglichen mit der auf Vivisektion basierenden – aber kaum gefördert. Alternativen sind meist auch erst einmal kostspieliger. Und die hinter den Tierversuchen stehenden Wissenschafter und deren Industrie (bis hin zu Zuchtbetrieben für Versuchstiere und Herstellern von Apparaturen, Käfigen und Geräten, in denen die Tiere fixiert werden) bilden eine mächtige Lobby.

Wir wollen Ihnen in diesem Kapitel eine Reihe von tierversuchsfreien, komplementärmedizinischen Methoden vorstellen – ganzheitliche Therapien wie Phytotherapie, Homöopathie, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und andere. Was die sogenannte Schulmedizin anbelangt, so sind wir davon überzeugt, dass ihre Zukunft in der tierversuchsfreien Forschung liegt, liegen muss. In den Texten dieses Kapitels finden Sie Hintergrundinformationen zu Tierversuchen, der Kritik an ihnen sowie zu Alternativmethoden.

Und schließlich: Was kann jeder einzelne von uns gegen Tierversuche tun?

  1. Möglichst nur Produkte kaufen, die tierversuchsfrei entwickelt und hergestellt wurden. Bei Reinigungsmitteln, Kosmetikprodukten und Kleidung lässt sich das relativ leicht umsetzen. Bei schulmedizinischen Medikamenten gibt es diese Wahl noch nicht. Man kann dennoch selbst entscheiden, ob man bei einem Alltags-Wehwehchen, derer es ja so viele gibt, ein pflanzliches Präparat oder das Produkt eines Pharmakonzerns verwendet.  Bei einem Schnupfen helfen Bettruhe, Tees, Inhalationen und vielleicht die passenden Globuli zumeist ebenso gut wie Pillen.
  2. So oft wie möglich in Gesprächen dagegen auftreten, Petitionen unterzeichnen und sich – so man in diesen Bereichen tätig ist – in Wissenschaft, Forschung oder Politik für Alternativmethoden engagieren.
  3. Auch wenn es banal klingen mag: Vorsorge für die eigene Gesundheit zu treffen, gehört zu den nachhaltigen Möglichkeiten, im Tierversuch getestete medizinische Produkte oder Methoden nicht in Anspruch nehmen zu müssen. Zu dieser Prävention zählen die oft zitierten „drei Säulen der Gesundheit“: ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung (wir empfehlen natürlich eine pflanzenbetonte ;-)), viel Bewegung an frischer Luft, Lebensfreude und Lachen.

Wir bedanken uns bei Veterinärmedizinerin Dr. Natascha Fröschl für die fachliche Unterstützung.

Anthroposophische Medizin

Wie bei allen komplementärmedizinischen Methoden steht bei der anthroposophische Medizin nicht das Krankheitsgeschehen allein, sondern der gesamte Mensch im Zentrum. Ziel ist es, in der engen Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient die psychisch-physischen Ursachen für die gesundheitliche Beeinträchtigung aufzuspüren – wobei der Patienten eine durchaus aktive Rolle in deren Erforschung wie auch bei der individuell auf ihn abgestimmten Therapie einnimmt. mehr »

Ayurveda

Ayurveda („Die Wissenschaft vom Leben“) zählt zu den ältesten Medizinrichtungen und hat seinen Ursprung in Indien. Diese ganzheitliche Therapiemethode kombiniert Erfahrungswerte und Philosophie. Physische, mentale, emotionale und spirituelle Aspekte sind für Gesundheit und Krankheit wichtig. mehr »

Bachblüten

Der englische Arzt Dr. Edward Bach hat in den 1930er Jahren aus den Blüten wild wachsender Blumen und Bäume mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser bzw. durch Kochen Konzentrate hergestellt. Diese Essenzen unterstützen bei seelischem Ungleichgewicht und helfen dadurch auch körperlichen Krankheiten vorzubeugen. mehr »

Homöopathie

Der Arzt Samuel Hahnemann (1755-1843) gilt als Begründer der homöopathischen Medizin. Die Homöopathie ist eine Therapiemethode, die die Selbstheilungskräfte im Organismus anregt und unterstützt. mehr »

Orthomolekulare Medizin

Die orthomolekulare Medizin begegnet Krankheiten mit der Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen als Nahrungsergänzung. Mithilfe von teils hochdosierten Mikronährstoffen sollen Krankheiten aber nicht nur behandelt, sondern diesen auch rechtzeitig vorgebeugt werden. mehr »

Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Die Pflanzenheilkunde oder Phytotherapie gehört zu den ältesten medizinischen Heilformen und beschäftigt sich mit der Verwendung von Heilpflanzen als Arzneimittel. Sie ist Teil der klassischen Naturheilkunde. Wir allen kennen den Spruch: „Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen.“ mehr »

Schüssler Salze

Die biochemische Heilmethode nach Dr. Schüssler (1821-1898) basiert auf der Erkenntnis, dass in allen Zellen eines lebenden Organismus verschiedene Mineralstoffe enthalten sind. Dr. Schüsslers Forschungen zufolge sind 12 Mineralsalzverbindungen besonders wichtig. mehr »

Tibetische Medizin

Als eine vom Buddhismus beeinflusste Therapierichtung gilt in der Tibetischen Medizin ein gelassener und friedlicher Geist als wesentliche Grundlage für die Verhütung von Krankheiten bzw. für rasche Genesung. Der körperlichen und der geistigen Gesundheit kommt die gleiche Bedeutung zu. mehr »

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Als traditionelle chinesische Medizin wird die Heilkunde bezeichnet, die in China vor über 2000 Jahren in Schriften begründet, bis heute kontinuierlich weiterentwickelt worden ist und mit Erfolg bei Mensch und Tier angewendet wird. Zu ihren bekanntesten Methoden zählen Akupunktur, 5-Elemente-Ernährungslehre, Kräutertherapie, Massagetechniken wie Tuina und körperliche Bewegungslehren wie Qigong. mehr »