
Christoph kuschelt in umweltfreundlich gefärbter Bettwäsche aus Biobaumwolle (Foto: www.sebastianphilipp.com)
Matratzen, Decken, Pölster und Bettwäsche, Handtücher und Frotteewaren, Möbel und Teppiche, Strickgarne und Meterware: Die konventionelle Textilindustrie basiert meist auf der rücksichtslosen Ausbeutung von Menschen, Tieren und Umwelt.
Dabei setzen die Hersteller – oftmals auch namhafte Firmen – auf Etikettenschwindel. Da ist dann ganz schnell etwas ein “Naturprodukt”.
Aber was ist ein Naturprodukt?
– Eine Decke gefüllt mit Daunen von Gänsen aus Intensivhaltung denen man in Akkordarbeit die Daunen herausreisst und sie mit riesigen blutenden Wunden zurücklässt, um sie dann noch für die “Erzeugung” von Stopfleber zu misshandeln? (Siehe: Info “Daunen”)
– Ein Möbelstoff aus Wolle, die aus Australien kommt, wo beim “Mulesing” den Schafen ohne Narkose Schwanz und ein großes Stück Fleisch herausgeschnitten werden? (Siehe: Info “Wolle”)
– Ein Sofa, das mit Leder bezogen ist, das bei der Gerbung mit Chrom und anderen bedenklichen Chemikalien behandelt wurde? (Siehe: Info “Ledergerbung”)
– Ein Handtuch aus konventioneller Baumwolle, bei deren Anbau Unmengen an Dünger und Pestiziden ausgebracht wurden?
Auch Heimtextilien können umweltfreundlich, tierfreundlich und menschfreundlich hergestellt werden. Achten Sie darauf, dass die Stoffe und Füll-Materialien aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und idealerweise pflanzlichen Ursprungs sind. Wer auf tierliche Produkte nicht verzichten will, sollte unbedingt auf den Zusatz “kbT” achten. Das bedeutet kontrolliert biologischer Tierhaltung und schließt wenigstens schlimmste Misshandlungen aus. Bezugsquellen finden Sie im “Extra: Tierprodukte”
Viel Spass beim Shoppen mit gutem Gewissen!