Stadtfrucht Wien nennt sich diese “Initiative für urbane Selbstverwaltung”. Sie hat gleich mehrere Ziele: Zum einen will sie darauf aufmerksam machen, wo ungenutzte Obstbäume im öffentlichen Raum abgeerntet werden können. Es geht ihr aber auch darum, natürliche Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu bewahren und sie vor der Zerstörung – beispielsweise durch Asphaltierung oder die Errichtung von Gebäuden – zu schützen. Außerdem engagiert sich Stadtfrucht Wien für Urban Gardening, also für Nachbarschafts- und Gemeinschaftsgärten – etwa um wenig genutzte städtische Grünfläche in Anbaugebiete zu verwandeln. Hilfestellungen soll es auch bei der Ernte und bei der Verteilung von Obst und Gemüse geben: Dann etwa, wenn das angebaute Obst- und Gemüse zu verfaulen droht, weil die Besitzer keine Zeit oder Möglichkeit für die Ernte haben. Dabei geht es nie darum, Obst oder Gemüse aus ungenutzten Gärten einfach zu entwenden, sondern die Besitzer ausfindig zu machen, eine Ernteerlaubnis einzuholen und natürlich die Ernte zu teilen. Außerdem organisiert die Initiative immer wieder offenen Treffen und Straßenfeste – schließlich ist Kommunikation und das Weitergeben von Wissen genauso wichtig wie Informationen zu verteilen und Begeisterung zu erwecken.
Stadtfrucht Wien
www.stadtfruchtwien.wordpress.com
stadtfruchtwien@gmx.at (tel. 0699 118 448 65)
Weitere Infos zu unterschiedlichen Gemeinschaftsprojekten (“Commons”) und freien Ernten im städtischen und ländlichen Raum:
https://fruchtfliege.crowdmap.com/main?l=sw_KE
www.mundraub.org
www.gartenpolylog.org
http://blog.commons.at
http://gemeinsam-bauen-wohnen.org