Info: Schmerzempfinden bei Fischen

Neues Wissen über Fische

Da Fische in einem für den Menschen fremden Element leben, keine Laute von sich geben oder gar gestreichelt werden können, werden ihnen gerne weitaus niedrigere Eigenschaften oder Fähigkeiten als anderen Wirbeltieren zugesprochen. Fische empfinden aber – genauso wie andere Wirbeltiere auch – Schmerzen,  Angst und psychischen Stress. Wurde dies lange Zeit von Wissenschaftlern verneint,  so gibt es mittlerweile zahlreiche Studien, die dies belegen.

Fische verfügen nicht nur über ein hoch entwickeltes System, das sie durch den Ausstoß von opiumähnlichen Substanzen vor starken Schmerzen bei Verletzungen schützen kann, sondern sie erleben auch enorme Veränderungen an Muskelsystem, Atmung, Blutdruck oder Haut, wenn sie Aufregungen,  Gefahrensituationen, Druckveränderungen oder sonstigen äußeren Einflüssen ausgesetzt sind. Da gerade im Zuchtbereich für Fische – im Vergleich zu Landtieren – leider nur sehr wenige ethologische (verhaltensbiologische) Kriterien definiert sind und es zudem an langen und breiten Erfahrungen fehlt,  werden die Tiere dort nicht artgerecht gehalten und ihr Leben lang extremen Leidensbedingungen ausgesetzt.

Lesetipps

In einer Publikation der Schweizer Organisation „fair-fish“ wird ausführlich und sehr differenziert auf das Thema Schmerzempfinden von Fischen eingegangen. Die Broschüre kann hier runtergeladen werden: www.fair-fish.ch
Auch in dieser Publikation wird die Empfindungsfähigkeit von Fischen beleuchtet: www.fair-fish.ch
Ein umfassender und interessanter Artikel darüber,  dass Fische sehrwohl Schmerzen empfinden wurde vom deutschen Nachrichtenmagazin Spiegel publiziert: www.spiegel.de